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Käfertal: Neujahrsempfang im Kulturhaus setzt auf Zusammenhalt – und warnt vor Förderlücke

Käfertal: Neujahrsempfang im Kulturhaus setzt auf Zusammenhalt – und warnt vor Förderlücke

Käfertal: Neujahrsempfang im Kulturhaus setzt auf Zusammenhalt – und warnt vor Förderlücke

Beim Neujahrsempfang im Käfertaler Kulturhaus standen Miteinander, Kultur und der Blick auf harte Finanzentscheidungen im Mittelpunkt – inklusive Warnung vor einer möglichen Förderlücke ab 2027.

Der Käfertaler Neujahrsempfang im Kulturhaus startete 2026 mit einem klaren Leitmotiv: Zusammenhalt im Stadtbezirk. Musikalisch begleiteten Daniel Prandl am Piano und Olaf Schönborn am Saxophon den Abend. Moderator Christian Lüttich führte durch das Programm, bevor mehrere Rednerinnen und Redner Herausforderungen und Perspektiven für Käfertal in den Fokus rückten.

Ute Mocker warnt vor Lücke bei der Kulturförderung

Als erste Sprecherin trat Ute Mocker auf, Hausleitung und Stimme der Interessengemeinschaft Käfertaler Vereine. Sie hob die breite politische Präsenz im Saal hervor, machte aber zugleich deutlich, wie ernst die Lage für die Kulturarbeit werden könnte. Ab 2027 zeichne sich ein erheblicher Verlust der institutionellen Förderung ab – eine Lücke, die sich nach ihrer Einschätzung nicht einfach über Vermietungen schließen lasse.

Mocker verband die Warnung mit einem Rückblick auf 2025. Der Stadtbezirk wachse rasant, während Betreuungs- und Bildungsangebote, gerade in den neuen Quartieren Franklin und Spinelli, stark unter Druck stünden. Das Kulturhaus verstehe sich dabei als Ort der Begegnung und kulturellen Bildung, mit Konzerten, Ausstellungen, Vereinsleben und großen Projekten der Unity-Gruppen.

Als Höhepunkt kündigte sie die Premiere des Episodenfilms Der Berg der Wahrheit für Sonntag, 18. Januar 2026 an, mit rotem Teppich und Hollywood-Flair. Zudem erinnerte sie an das 60-jährige Jubiläum der Interessengemeinschaft und warb für ein gemeinsames Zukunftsprojekt: 2027 feiert Käfertal 800 Jahre. Zur Vorbereitung solle am 28. Januar um 18 Uhr ein offenes Treffen im Kulturhaus stattfinden.

Riehle: Respekt und Konsolidierung müssen zusammen gedacht werden

Im Anschluss spannte Bürgermeister Thorsten Riehle den Bogen von internationalen Krisen zur Lage vor Ort. Mannheim brauche mehr Respekt und mehr Miteinander, gerade nach Gewaltereignissen, die die Stadt zuletzt erschüttert hätten. Gleichzeitig stehe die Kommune unter massivem Konsolidierungsdruck. Bis 2028 seien Einsparungen beziehungsweise zusätzliche Einnahmen in einer Größenordnung von über 600 Millionen Euro nötig.

Riehle unterstrich dennoch die strategische Bedeutung freiwilliger Leistungen. Kultur, Sport, Jugend- und Quartiersarbeit seien zentral für Attraktivität, Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für Käfertal verwies er auf Entwicklungen in Franklin, darunter infrastrukturelle Meilensteine wie den Platz der Freundschaft, dessen Umbau abgeschlossen sei, sowie den FRANKLIN-Steg, der Franklin künftig sicher mit der Nachbarschaft verbinden soll.

Bezirksbeirat: Sparen darf nicht an den falschen Stellen ansetzen

Für den Bezirksbeirat sprach Markus Brüchle. Er kritisierte, Sparpläne könnten aus seiner Sicht an falschen Stellen ansetzen, etwa bei digitalen Meldesystemen, Spielplätzen oder sozialen Treffpunkten. Zugleich verwies er auf positive Entwicklungen im Bezirk, nannte Unterstützungsmöglichkeiten für Vereine und schloss mit einem Appell, demokratische Beteiligung ernst zu nehmen, auch mit Blick auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026.

Fastnacht als Schlusspunkt mit Signalwirkung

Zum Ausklang übernahmen traditionell auch die Fastnachtsgruppen das Wort, mit Humor, Schlüsselübergabe und dem klaren Signal: Käfertal will 2026 nicht nur verwalten, sondern gestalten.

Servicehinweis: Offenes Vorbereitungstreffen zu 800 Jahre Käfertal am 28. Januar um 18 Uhr im Kulturhaus. Premiere des Episodenfilms Der Berg der Wahrheit am Sonntag, 18. Januar 2026.

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