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Bischofsheim/Groß-Gerau: Kettentrick-Diebe schlagen zweimal zu – Polizei warnt vor perfider Masche

Bischofsheim/Groß-Gerau: Kettentrick-Diebe schlagen zweimal zu – Polizei warnt vor perfider Masche

 

 

Innerhalb weniger als einer Stunde wurden in Bischofsheim und Groß-Gerau mehrere Menschen Opfer von Halsschmuck-Dieben. Die Kriminalpolizei prüft einen Zusammenhang zwischen den Taten.

Mit einer als Kettentrick bekannten Betrugsmasche haben Unbekannte am Donnerstagabend, 28. Mai 2026, in Bischofsheim und Groß-Gerau Beute gemacht. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen wird derzeit geprüft, ob beide Vorfälle miteinander in Verbindung stehen.

66-Jährige in Bischofsheim bestohlen

Der erste Fall ereignete sich gegen 17.20 Uhr in der Schulstraße in Bischofsheim. Eine 66-jährige Autofahrerin wurde dort von einem bislang unbekannten Duo aus einem Fahrzeug heraus angesprochen. Die Täter fragten nach einem Krankenhaus und lenkten die Frau so zunächst ab.

Die Beifahrerin stieg anschließend aus dem Wagen aus und versuchte, der 66-Jährigen ein Armband anzulegen. Dabei beugte sie sich in den Innenraum des Fahrzeugs. Während des engen Körperkontakts und einer Umarmung entwendete die Frau die Halskette der Geschädigten. Anschließend flüchteten die Täterin und ihr Komplize mit dem Fahrzeug.

Die mutmaßliche Täterin wird als 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß beschrieben. Sie soll schlank gewesen sein, ein Kopftuch sowie ein buntes Kleid getragen und mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben. Der Fahrer hatte laut Zeugen eine athletische Figur, trug ein weißes Hemd und eine Sonnenbrille.

Seniorenehepaar verliert Goldketten

Nur rund eine Stunde später, gegen 18.15 Uhr, kam es in der Jahnstraße in Groß-Gerau zu einem ähnlichen Vorfall. Dort wurden einem Seniorenehepaar, das zu Fuß unterwegs war, durch unbekannte Täter die Goldketten vom Hals entwendet.

Nach bisherigen Erkenntnissen suchten die Täter anschließend mit einem hellblauen BMW mit Mainzer Kennzeichen das Weite.

Kriminalpolizei bittet um Hinweise

Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei in Rüsselsheim geführt. Zeugen, die Beobachtungen zu einem der Vorfälle gemacht haben oder Hinweise auf die Täter beziehungsweise das Fluchtfahrzeug geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142/6960 beim Kommissariat 21/22 zu melden.

Die Polizei rät, bei Ansprachen durch unbekannte Personen vorsichtig zu sein und keinen unnötigen Körperkontakt zuzulassen. Wertgegenstände sollten möglichst nah am Körper getragen werden. Wer den Verdacht hat, Opfer einer Straftat geworden zu sein, sollte umgehend den Polizeinotruf 110 wählen.

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