Heidelberg/Mannheim: Neue Informationsseiten zu strahleninduzierten Sarkomen zum Tag der seltenen Erkrankungen
Zum 28.02., dem Tag der seltenen Erkrankungen, stellt der Krebsinformationsdienst des DKFZ neue Informationsseiten zu strahleninduzierten Sarkomen online.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) informiert anlässlich des Tages der seltenen Erkrankungen am 28.02.2026 über ein neues Angebot für Betroffene und Angehörige: Der Krebsinformationsdienst stellt ab sofort verständliche Informationen zu strahleninduzierten Sarkomen unter kurzlinks.de/strahleninduzierte-sarkome bereit.
Strahleninduzierte Sarkome, von Fachleuten als Radiation-Induced Sarcoma bezeichnet, sind seltene, schnell wachsende Tumoren im Weichgewebe oder in den Knochen. Sie können als Folge einer früheren Strahlentherapie bei einer Krebserkrankung auftreten. In Deutschland erkranken jährlich nur wenige hundert Menschen. Häufig entstehen die Tumoren mehrere Jahre nach einer Bestrahlung wegen Brustkrebs. Entsprechend sind mehr Frauen als Männer betroffen.
Die Erkrankung gilt als seltene Krebsart, da weniger als 6 von 100.000 Personen pro Jahr neu daran erkranken. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist die Datenlage begrenzt. Zudem sind laut DKFZ nicht alle Ärztinnen und Ärzte ausreichend mit dem Krankheitsbild vertraut. Dies kann zu einer langwierigen Diagnostik führen.
Projekt TETRIS bündelt Forschung und Information
Das neue Informationsangebot ist Teil des Projekts TETRIS, gefördert durch das DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim. Ziel des Projekts ist es, die Entstehungsmechanismen und biologischen Merkmale strahleninduzierter Sarkome zu untersuchen und darauf aufbauend neue Behandlungsstrategien in klinischen Studien zu entwickeln.
Der Krebsinformationsdienst hat im Rahmen des Projekts fundierte, allgemeinverständliche Inhalte für Betroffene und Angehörige erarbeitet. Die Seiten bieten Informationen zu Diagnosekriterien, Behandlungsoptionen, zertifizierten Sarkom-Zentren sowie zur psychoonkologischen Unterstützung. Ein PDF-Leitfaden soll bei den ersten Schritten nach der Diagnose helfen. Ergänzend steht ein Katalog mit typischen Fragen und Antworten zur Verfügung.
Unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Sarkom-Zentrum der Universitätsmedizin Mannheim, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, der Universitätsmedizin Göttingen, dem BG Trauma Center Ludwigshafen sowie der Deutschen Sarkom-Stiftung.
Für Betroffene bietet die Deutsche Sarkom-Stiftung Beratung unter der Telefonnummer 0700 4884 0700 sowie online unter www.sarkome.de an.
Weitere Förderung für Anschlussprojekt
Im Anschluss an das TETRIS-Projekt konnte eine Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Raumfahrt und Technologie in Höhe von 1,9 Millionen Euro für das Folgeprojekt TTRIS-CSI eingeworben werden. Das DKFZ ist dabei einer der wesentlichen Projektpartner.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum mit Sitz in Heidelberg ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands und Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.