SV Sandhausen – TSV Schott Mainz 0:1

SV Sandhausen – TSV Schott Mainz 0:1

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Heimniederlage für den SVS gegen Mainz
Der SV Sandhausen hat sein Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz mit 0:1 (0:0) verloren. Nach einer kontrollierten ersten Halbzeit blieb der SVS trotz mehrerer gefährlicher Szenen ohne Torerfolg und musste kurz vor der Pause den Platzverweis gegen Niklas Tarnat hinnehmen. In Unterzahl hielt Sandhausen defensiv lange dagegen, wurde nach dem Gegentor in der Schlussphase aber nicht mehr zwingend genug.
Trainer Kevin Stotz schickte wie gewohnt Lukas Schneller ins Tor. Die Viererkette bildeten von links nach rechts Ken Gipson, Kwabe Schulz, Benedikt Wimmer und Louis Kolbe. Im Zentrum besetzten Robin Krauße und Niklas Tarnat die Doppelsechs, davor agierten Phil Halbauer über links, Jahn Herrmann über rechts und Marvin Schulz offensiv im Zentrum. An vorderster Front begann Kapitän Pascal Testroet.

SVS gab den Ton an
Der SVS bestimmte die Anfangsphase und kam über Testroet und Marvin Schulz zu ersten Halbchancen. Mainz versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, doch Sandhausen war wachsam und unterband die Ansätze der Gäste früh.

Schulz prüft den Keeper, SVS rettete auf der Linie
Marvin Schulz setzte den ersten Abschluss auf das Tor: Sein flacher Distanzschuss wurde vom Mainzer Torhüter zur Ecke abgewehrt, die anschließend nichts einbrachte (10.). Auf der Gegenseite wurde es nach einem kapitalen Fehlpass von Kwabe Schulz im Aufbau brenzlig. Die gesamte SVS-Defensive musste mit großem Aufwand eingreifen und verhinderte das Gegentor noch auf der Linie (19.). Ansonsten trat die Mainzer Offensive zunächst kaum in Erscheinung.

Halbauer und Testroet mit den besten Möglichkeiten
Der SVS blieb spielbestimmend. Halbauer kam im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch zur Ecke geblockt (21.). Wenig später lief der Angriff über Kolbes rechte Seite, ehe der Ball auf Halbauer verlagert wurde. Dessen scharfe Flanke vor das Tor verlängerte Testroet platziert per Kopf am Keeper vorbei, traf aber nur die Latte (25.).

Kurz vor der Pause wurde es noch einmal im Mainzer Strafraum gefährlich: Eine Flanke von Gipson wurde vom Gästetorhüter unterschätzt, der sich den Ball beinahe selbst ins Tor legte. Ein Mainzer Verteidiger konnte die Situation jedoch auf der Linie entschärfen (41.). In der Nachspielzeit konterte Mainz noch einmal. Tarnat kreuzte hinter seinem Gegenspieler, traf ihn leicht. Schiedsrichter Felix Ebert entschied auf Foul und zeigte Tarnat die Rote Karte (45.+1). Anschließend ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Umstellung im Zentrum
Zur zweiten Hälfte reagierte Sandhausen auf den Platzverweis: Yanis Outman kam für Marvin Schulz und ordnete sich auf der Doppelsechs neben Krauße ein (46.). Beim ersten Angriff nach Wiederbeginn kratzte Kolbe einen Ball noch zur Flanke von der Grundlinie. Dabei blieb er liegen und musste einige Zeit behandelt werden, konnte anschließend aber weitermachen.

Gipson verpasste den Abnehmer im Zentrum
Trotz Unterzahl fand der SVS zunächst noch einmal einen Weg nach vorne. Gipson war auf der linken Seite frei durch, sein Querpass vor das Tor erreichte jedoch keinen Mitspieler (51.). Nach dem Seitenwechsel machte sich die Unterzahl zunehmend bemerkbar: Sandhausen stand defensiv weiter stabil, entwickelte offensiv aber weniger Durchschlagskraft.

Joker beleben das Spiel, Mamutovic trifft den Pfosten
Nach 66 Minuten brachte der SVS mit Robert Ramsak und David Mamutovic frische Kräfte für Herrmann und Halbauer. Direkt im Anschluss wurden die Joker eingebunden: Testroet legte mit der Hacke auf Ramsak ab, der von der Grundlinie quer auf Mamutovic spielte. Der Abschluss aus wenigen Metern landete im Fallen jedoch nur am Pfosten (67.). Sandhausen wurde nach den Wechseln offensiv wieder griffiger, kam aber nicht mehr zwingend genug zum Abschluss.

Mainz trifft, SVS findet keine Antwort mehr
Ein Mainzer Angriff über die linke Sandhäuser Seite wurde nicht konsequent geklärt. Der Ball landete am zweiten Pfosten bei de Sousa, dessen Abschluss Schneller nicht mehr auf dem Weg ins Tor verhindern konnte (76.). In der Schlussphase wechselte Sandhausen noch einmal: Yannick Osee kam für Krauße (80.), Teoman Akmestanli ersetzte Gipson (84.). Der SVS kämpfte weiter, blieb offensiv aber nicht durchschlagskräftig genug und konnte die 0:1-Niederlage nicht mehr abwenden.

SV Sandhausen – TSV Schott Maint 0:1 (0:0)
Sandhausen: Schneller – Gipson (Akmestanli, 84.), Kwabe Schulz, Wimmer, Kolbe, Krauße (Osee, 80.), Tarnat, Halbauer (Mamutovic, 66.), Herrmann (Ramsak, 66.), Marvin Schulz (Outman, 46.), Testroet
Tor: 0:1 de Sousa (76.); Schiedsrichter: Felix Ebert; Schiedsrichter: Felix Ebert; besonderes Vorkommnis: Rote Karte: Tarnat (45.+1)

Stimmen zum Spiel
Anthony Loviso, Direktor Sport: “Wir hatten das Spiel gefühlt sehr gut unter Kontrolle. Kurz vor der Pause kam dann die Rote Karte nach einer Situation, die der Schiedsrichter als Notbremse bewertet hat. Aus unserer ersten Sicht sah es so aus, als wären die Spieler mindestens auf gleicher Höhe gewesen. Ab diesem Moment war es natürlich ein anderes Spiel. Gerade angesichts unserer Personalsituation kostet eine Halbzeit in Unterzahl viel Kraft. Trotzdem haben wir es insgesamt ordentlich gemacht. Auch in Unterzahl hatten wir sehr gute Möglichkeiten, insbesondere die Szene mit Mamutovic vor dem Tor. Dann kassieren wir in der Schlussphase ein unglückliches Tor am zweiten Pfosten und gehen mit einer Niederlage vom Platz, bei der man sich fragt, warum es am Ende so ausgegangen ist. Dennoch haben die Jungs alles investiert und bis zum Schluss versucht, dieses Spiel entweder zu gewinnen oder zumindest noch einen Punkt mitzunehmen.“

Kevin Stotz, Cheftrainer: “Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten unsere Serie weiter ausbauen. Gleichzeitig wussten wir um die Stärke der Mainzer. Wir hatten die Partie im Griff und haben uns aus dem Ballbesitz heraus Chancen erspielt. Leider konnten wir diese ebenso wenig nutzen wie unsere Standards. Die Rote Karte war dann der Knackpunkt der Partie. Aus meiner Sicht war es keine Rote Karte. Anschließend war es ein anderes Spiel, Mainz kam stärker und mit mehr Ballbesitz aus der Kabine. Wir mussten deutlich mehr Aufwand betreiben, haben uns aber dennoch in alles reingeworfen und sind in Unterzahl durch Mamutovic zu einer Großchance gekommen. Da wir weiterhin wenig zugelassen haben, war das Gegentor umso ärgerlicher. Wir hätten gerne mit dem Siegen weitergemacht, haben aber noch zwei Gelegenheiten dazu.“

Phil Halbauer: “Wir hatten uns vorgenommen, fünf Spiele hintereinander zu gewinnen. Vier Siege in Folge hatten wir schon, das fünfte Spiel wollten wir unbedingt auch noch gewinnen. Deswegen ist diese Niederlage auf jeden Fall unnötig und ärgerlich.”

SV Sandhausen 1916 e.V.