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Mannheim: Ausstellung zeigt junge Perspektiven auf 35 Jahre Deutsche Einheit
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Mannheim: Autohaus verweigert Auskunft zu Inspektionskosten: Wie transparent müssen Werkstätten ihre Preise machen?
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Mannheim: Trauer um Maimarkt-Chefin Stefany Goschmann: Mannheim verliert eine prägende Persönlichkeit des Messewesens
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Stuttgart: Landeshauptstadt würdigt Werner Schretzmeier und Eric Gauthier
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News - Aktuell

Recklinghausen: Messerangriff auf offener Straße – Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts

Recklinghausen: Messerangriff auf offener Straße – Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts

Am Montagabend kam es in Recklinghausen zu einer schweren Messerattacke. Eine Person wurde dabei schwer verletzt, die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Vorfall am Montagabend in Recklinghausen. Dabei wurde eine Person mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst wurden umgehend alarmiert.

Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen und musste medizinisch versorgt werden. Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand machte die Polizei zunächst nicht. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, um Spuren zu sichern.

Hintergründe bislang unklar

Zu den Hintergründen der Tat sowie zum möglichen Tatverdächtigen lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Ermittler prüfen derzeit den genauen Ablauf des Geschehens und werten Spuren sowie Zeugenaussagen aus.

Die Polizei stuft den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt ein. Weitere Details sollen nach Abschluss erster Ermittlungsmaßnahmen bekanntgegeben werden.

Leserhinweis: Wer den Vorfall beobachtet hat oder Hinweise zum Tatgeschehen geben kann, sollte sich zeitnah an die Polizei wenden. Auch vermeintlich nebensächliche Beobachtungen können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Europa: Das ändert sich 2026 für Verbraucherinnen und Verbraucher

Europa: Das ändert sich 2026 für Verbraucherinnen und Verbraucher

Euro-Einführung, neue Verbraucherrechte und strengere Regeln gegen Greenwashing: 2026 bringt europaweit spürbare Erleichterungen und mehr Schutz im Alltag.

Das Jahr 2026 markiert einen wichtigen Einschnitt für Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa. Mehr Transparenz, stärkere Rechte und vereinfachte Abläufe sollen den Alltag erleichtern – beim Reisen, Einkaufen, Reparieren und Bezahlen. Einen Überblick über die zentralen Neuerungen gibt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland.

Euro-Einführung in Bulgarien: Reisen wird einfacher

Zum 1. Januar 2026 führt Bulgarien den Euro ein und wird damit das 21. Mitglied der Eurozone. Für Reisende entfällt der Geldwechsel ebenso wie das Risiko von Wechselkursschwankungen. Preise lassen sich vor Ort und online leichter vergleichen.

Während einer einmonatigen Übergangsfrist kann noch mit Euro und Lew bezahlt werden. Ab dem 1. Februar 2026 ist der Lew kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Der Umtausch alter Banknoten ist dann nur noch innerhalb Bulgariens möglich, etwa bei Banken oder Postämtern.

Roaming ohne Zusatzkosten in Ukraine und Moldau

Ab dem 1. Januar 2026 fallen die Roaming-Gebühren zwischen der EU sowie der Ukraine und Moldau weg. Telefonieren, SMS und mobiles Internet funktionieren dann ohne Zusatzkosten – vorausgesetzt, der Mobilfunkvertrag wurde bei einem Anbieter mit Sitz in der EU, der Ukraine oder Moldau abgeschlossen.

Recht auf Reparatur: Elektrogeräte länger nutzen

Mit der EU-Richtlinie (EU) 2024/1799 wird das Recht auf Reparatur deutlich gestärkt. Hersteller bestimmter Produktgruppen – darunter Smartphones, Tablets, Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Staubsauger – müssen künftig auch nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung Reparaturen anbieten.

Die Kosten trägt zwar der Käufer, sie müssen jedoch fair, angemessen und transparent sein. Entscheiden sich Verbraucherinnen und Verbraucher innerhalb der Gewährleistungsfrist für eine Reparatur statt eines Austauschs, verlängert sich die Gewährleistung einmalig um zwölf Monate.

Widerrufen per Klick: Neuer elektronischer Widerrufsbutton

Ab dem 19. Juni 2026 wird der elektronische Widerrufsbutton in Deutschland Pflicht. Online-Händler müssen dann einen gut sichtbaren Button anbieten, über den Verbraucher ihren Kauf mit einem Klick widerrufen können.

Die Regel gilt auch für ausländische Shops, wenn sie sich erkennbar an deutsche Kundinnen und Kunden richten – etwa durch eine deutsche Website, Versand nach Deutschland oder eine .de-Domain. Wichtig: Der Widerrufsbutton ist vom Kündigungsbutton für Abonnements zu unterscheiden.

EU-Gewährleistungs- und Garantielabel: Mehr Transparenz beim Kauf

Ab dem 27. September 2026 sind Händler in der EU verpflichtet, ein einheitliches Gewährleistungslabel bereitzustellen. Dieses informiert auf einen Blick über die zweijährige Mindestgewährleistung, mögliche längere nationale Fristen sowie die Rechte bei Mängeln – von Reparatur über Ersatz bis zur Rückerstattung.

Ein QR-Code führt zusätzlich zu einer EU-Informationsseite mit länderspezifischen Details. Besteht eine Herstellergarantie, ist künftig ein separates Garantielabel erforderlich.

Strengere Regeln gegen Greenwashing

Mit der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 verschärft die EU den Schutz vor irreführenden Nachhaltigkeitsaussagen. Begriffe wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „klimaneutral“ dürfen ab dem 27. September 2026 nur noch verwendet werden, wenn sie klar belegbar sind.

Unternehmen müssen entsprechende Aussagen mit überprüfbaren und nachvollziehbaren Daten untermauern. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor Täuschung zu schützen.

Neues Verbraucherkreditrecht: Mehr Schutz bei Kleinkrediten

Die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie (EU) 2023/2225 gilt ab dem 20. November 2026 für neue Kreditverträge. Sie erfasst erstmals auch Kleinkredite unter 200 Euro sowie Modelle wie „Buy Now, Pay Later“.

Anbieter müssen Kosten und Bedingungen klar darlegen, die Kreditwürdigkeit sorgfältiger prüfen und dürfen Kredite nicht mehr als Lösung finanzieller Probleme bewerben. Ziel ist es, Überschuldung zu vermeiden und aggressive Geschäftsmodelle einzudämmen.

Was Verbraucher jetzt wissen sollten

Viele der neuen Regelungen greifen erst im Laufe des Jahres 2026. Wer frühzeitig informiert ist, kann seine Rechte gezielt nutzen – sei es beim Onlinekauf, bei Reparaturen oder bei Finanzierungsangeboten. Weitere Informationen finden sich unter www.evz.de.

Doctolib GmbH

Berlin: Neue Umfrage zeigt große Wertschätzung fürs Ehrenamt – doch viele bleiben unbeteiligt

Berlin: Neue Umfrage zeigt große Wertschätzung fürs Ehrenamt – doch viele bleiben unbeteiligt

Eine Doctolib-Befragung mit dem Deutschen Roten Kreuz offenbart: Engagement ist wichtig, doch ein Drittel der Menschen hat sich noch nie ehrenamtlich eingebracht.

Hohe Wertschätzung – geringe Teilnahme

Gesellschaftliches Engagement genießt in Deutschland hohen Stellenwert – das zeigt eine aktuelle Online-Befragung von Doctolib und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) unter 2.403 Nutzerinnen und Nutzern. Demnach halten 92 Prozent Ehrenamt für wichtig. Gleichzeitig hat sich mehr als ein Drittel (37 Prozent) noch nie engagiert. Weitere 24 Prozent sind regelmäßig aktiv, 12 Prozent gelegentlich, 19 Prozent waren früher im Ehrenamt tätig und 8 Prozent planen den Einstieg. Die zeitlichen Möglichkeiten variieren deutlich: 37 Prozent bringen zwei bis fünf Stunden im Monat ein, 27 Prozent rund sechs bis zehn Stunden, 24 Prozent sogar mehr als zehn Stunden.

Beliebte Engagementfelder

Wer aktiv ist oder darüber nachdenkt, konzentriert sich häufig auf Bildung, Jugend, Sport und Kultur (45 Prozent). In Pflege, Betreuung und Alltagshilfe engagieren sich 23 Prozent. Weitere Bereiche sind Gesundheit, Erste Hilfe und Blutspende (21 Prozent), interkulturelle Begegnungen und psychosoziale Unterstützung (10 Prozent) sowie Krisen- und Katastrophenhilfe oder Tierschutz, Nachbarschafts- und Vereinsarbeit (9 Prozent).

Was motiviert – und was bremst?

Sinnstiftung (47 Prozent), Verantwortungsübernahme (38 Prozent) und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten wirkungsvoll einzusetzen (35 Prozent), gehören zu den wichtigsten Beweggründen. Dem gegenüber stehen aber deutliche Hürden: Zeitmangel (58 Prozent), gesundheitliche Gründe (25 Prozent), andere Prioritäten (14 Prozent) und fehlende Informationen zu passenden Angeboten (11 Prozent). Fast ein Fünftel würde sich engagieren, wenn klar erkenntlich wäre, wo besonders dringender Bedarf besteht.

Positive Effekte – aber auch Belastung

Die Mehrheit der Aktiven berichtet von spürbaren Vorteilen: 71 Prozent erleben ihr Engagement als bereichernd für die seelische Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Viele fühlen sich sozial stärker eingebunden. Gleichzeitig geben 55 Prozent an, sich durch das Ehrenamt gelegentlich belastet zu fühlen. „Ehrenamt stärkt unseren Zusammenhalt und schafft persönliche Freiräume“, sagt Meike Dietzel, HR-Verantwortliche bei Doctolib. Das Unternehmen unterstützt Engagement mit sogenannten „Solidarity Days“ und verweist darauf, dass digitale Terminorganisation in der App auch Angehörigenpflege und Alltag erleichtern kann.

Digitalisierung als Türöffner

In digitalen Werkzeugen sehen viele Befragte eine Chance, Hürden abzubauen: 41 Prozent wünschen bessere digitale Terminplanung und flexiblere Zeiteinteilung, 40 Prozent eine einfache Online-Suche nach passenden Engagements. Zudem wünschen sich 37 Prozent mehr Transparenz zu Organisationen und Projekten. „Digitalisierung verbindet uns schneller mit Menschen, die Hilfe brauchen – und hilft, neue Freiwillige zu begeistern“, betont Annette Strauß, ehrenamtliche DRK-Bundesleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit in Dresden. Gleichzeitig bleibe persönlicher Kontakt zentral: „Technologie erleichtert uns das Ehrenamt, damit wir uns auf das konzentrieren können, was wirklich zählt – den Menschen.“
Hintergrund zur Befragung

Die Online-Umfrage wurde im November 2025 über die App und Website von Doctolib durchgeführt. Die 2.403 Teilnehmenden liefern kein repräsentatives Bild, jedoch ein aktuelles Stimmungsbarometer zum Ehrenamt in Deutschland. Weiterführende Informationen und einen Test zur Engagement-Eignung bietet das DRK online unter drk.de.

Berlin: DZG warnt nach neuer Insolvenz-Analyse vor Zuspitzung – Bundesrat soll Steuerentlastung sichern

Berlin: DZG warnt nach neuer Insolvenz-Analyse vor Zuspitzung – Bundesrat soll Steuerentlastung sichern

Die aktuelle Insolvenz-Analyse von Creditreform zeigt eine dramatische Verschärfung der wirtschaftlichen Lage. Die DZG fordert den Bundesrat auf, die Mehrwertsteuer-Entlastung für Speisen unverändert zu beschließen.

Insolvenzen auf Höchststand – Dienstleistungssektor besonders betroffen

Die gestern veröffentlichte Insolvenz-Analyse von Creditreform verdeutlicht, wie ernst die Situation für Deutschlands Unternehmen geworden ist. Rund 23.900 Betriebe meldeten im Jahr 2025 Insolvenz an – ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Besonders hart trifft es den Dienstleistungssektor und damit einen Großteil der deutschen Gastwelt. Viele kleine und mittlere Unternehmen, ohnehin belastet durch hohe Energiepreise, steigende Kosten und den Fachkräftemangel, geraten zunehmend unter Druck. Für die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) ist diese Entwicklung ein unüberhörbares Warnsignal.

DZG fordert: Sieben Prozent müssen kommen

„Die Insolvenzzahlen sind ein Alarmzeichen“, betont DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. Die Wiedereinführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent auf Speisen, die der Bundestag bereits beschlossen hat, müsse nun ohne Abstriche den Bundesrat passieren. Nur so könne dringend benötigter finanzieller Spielraum geschaffen werden, um Betriebe, Beschäftigung und regionale Strukturen zu stabilisieren. Bleibe die Entlastung aus, drohe eine weitere Welle von Unternehmensschließungen. Besonders ländliche und strukturschwache Regionen seien auf funktionierende Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe angewiesen – als soziale Treffpunkte, wirtschaftliche Anker und Arbeitgeber.

Planungssicherheit statt weiterer Unsicherheit

Klinge mahnt ein deutliches Signal der Verlässlichkeit an: „Die sieben Prozent sind wirtschaftliche Vernunft. Sie schützen Unternehmen, Arbeitsplätze und jene Orte, an denen Menschen zusammenkommen.“ Die DZG appelliert deshalb an die Mitglieder des Bundesrats, dem Steueränderungsgesetz in seiner aktuellen Form zuzustimmen.
Hintergrund: Warum die Mehrwertsteuer-Entlastung zählt

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Speisen gilt als entscheidender Hebel, um Gastronomie- und Hotelleriebetriebe in schwierigen Zeiten zu stabilisieren. Er stärkt besonders kleine und mittlere Unternehmen, ermöglicht Investitionen und sichert Beschäftigung – vor allem in Regionen, in denen gastronomische Betriebe wichtige gesellschaftliche Funktionen übernehmen.

Rheinpfalz: Polizei und Unternehmen stärken gemeinsam die Cybersicherheit

Rheinpfalz: Polizei und Unternehmen stärken gemeinsam die Cybersicherheit

In einem gemeinsamen Präventions-Webinar informierten Polizei und IHK Pfalz rund 60 Unternehmensvertreter über aktuelle Cyberbedrohungen und wirksame Schutzmaßnahmen.

Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, veranstalteten die Industrie- und Handelskammer für die Pfalz und das Polizeipräsidium Rheinpfalz ein digitales Präventions-Webinar zum Thema Cybersicherheit. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen nahmen an der Informationsveranstaltung teil. Cybercrime-Experten der Kriminalpolizei erläuterten die wachsenden Gefahren im digitalen Raum und zeigten auf, welche Angriffsmethoden derzeit besonders verbreitet sind – darunter Ransomware-Angriffe, Phishing-Kampagnen und Attacken auf Lieferketten. Die Referenten machten deutlich, dass sich Cyberangriffe zu einem der größten Geschäftsrisiken für Unternehmen aller Größen entwickelt haben. Die wirtschaftlichen Folgen solcher Angriffe reichen von Produktionsausfällen über den Verlust sensibler Daten bis hin zu erheblichen Reputationsschäden. Gleichzeitig steigt die Professionalität der Tätergruppen: Sie agieren weltweit vernetzt, nutzen hochentwickelte Werkzeuge und automatisierte Angriffstechniken. Durch polizeiliche Präventionsarbeit und den engen Austausch mit der Wirtschaft können Unternehmen Schwachstellen frühzeitig erkennen und ein sicherheitsbewusstes Verhalten fördern. Die gemeinsame Initiative trägt dazu bei, Bedrohungstrends besser zu verstehen und Cyberangriffe bereits im Vorfeld zu verhindern.
Hinweis: Unternehmen profitieren von regelmäßigen Sicherheitsupdates, klaren internen Prozessen sowie Schulungen für Mitarbeitende. Die Polizei empfiehlt zudem, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu melden und bestehende IT-Sicherheitskonzepte kontinuierlich zu überprüfen.

Deutschland: Arbeiten verboten, Asyl erlaubt? Wie ein Rückkehrer am System scheitert

Deutschland: Arbeiten verboten, Asyl erlaubt? Wie ein Rückkehrer am System scheitert

Ein Mann, in Köln aufgewachsen und heute im Iran beschäftigt, möchte zurück nach Deutschland – doch zwischen Arbeitsvisum, Ausbildungspflicht und Chancenkarte bleibt ihm am Ende nur der Weg über den Asylantrag.

Der Fall von Ali (Name geändert) zeigt exemplarisch, wie widersprüchlich das deutsche Einwanderungssystem in der Praxis wirken kann. Ali ist in Köln aufgewachsen, ging hier zur Schule, spricht fließend Deutsch. Als seine Familie zurück in den Iran zog, musste er mit. Heute arbeitet er dort in einem Autohaus und möchte in das Land zurückkehren, das sich für ihn mehr als jede andere Station seines Lebens wie Heimat anfühlt. Doch an der Einreise scheitert er – nicht an mangelnder Motivation, sondern an formalen Hürden.

Zwischen zwei Welten – und ohne passenden Paragrafen

Für ein reguläres Arbeitsvisum fehlen Ali die formalen Voraussetzungen: Er hat keine anerkannte Berufsausbildung, die sich eindeutig in das deutsche System übertragen lässt. Für ein Visum zur Aufnahme einer Ausbildung wiederum werden Nachweise verlangt, die er aus seinem bisherigen Lebenslauf und der Situation vor Ort nur schwer beibringen kann. Auch die sogenannte Chancenkarte, die auf einem Punktesystem beruht, bleibt ihm nach derzeitiger Bewertung verwehrt – es fehlen formale Qualifikationspunkte, nicht reale Fähigkeiten.

Das Ergebnis: Ein Mann, der Deutsch spricht, Deutschland kennt und arbeiten möchte, findet in den bestehenden Kategorien keinen Platz. „Übrig bleibt am Ende nur der Asylantrag – obwohl es ihm gar nicht primär um Schutz geht, sondern darum, legal zu arbeiten und ein eigenständiges Leben zu führen“, fasst ein Beteiligter den Fall zusammen. Für Betroffene bedeutet dies oft Jahre der Unsicherheit, in denen sie entweder gar nicht einreisen können oder – im Fall eines Schutzstatus – zunächst nur eingeschränkt arbeiten dürfen.

„Wenn du arbeiten willst, kommst du nicht rein“ – Sicht eines Fachkräftevermittlers

Tobias Frese erlebt solche Konstellationen nach eigenen Angaben regelmäßig. Er unterstützt mit seiner Firma Betriebe, Praxen und Kliniken bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. „Das System sagt Menschen wie Ali: Wenn du arbeiten willst, kommst du nicht rein. Wenn du Schutz suchst, darfst du kommen – aber nicht arbeiten. Das passt einfach nicht mehr zur Realität“, kritisiert Frese.

Aus seiner Sicht prallen hier zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite ein akuter Fachkräftemangel, etwa in Physiotherapiepraxen und anderen Gesundheitsberufen, auf der anderen Seite hochkomplexe und streng segmentierte Regelwerke, die Lebensläufe jenseits der klassischen Muster kaum abbilden. „Viele unserer Kandidatinnen und Kandidaten bringen Berufserfahrung, Sprachkenntnisse und hohe Motivation mit – scheitern aber an Formalitäten, die in der Praxis oft wenig mit ihrer tatsächlichen Eignung zu tun haben“, berichtet Frese.

Strenge Regeln, hohe Hürden – und viel Bürokratie

Das deutsche Einwanderungsrecht soll Transparenz schaffen und Zuwanderung steuern. In der Realität führt die starke Orientierung an formalen Abschlüssen und starren Kategorien jedoch immer wieder zu Fällen wie dem von Ali. Menschen mit biografischen Brüchen, längeren Auslandsaufenthalten oder nicht eindeutig zuordenbaren Qualifikationen finden sich häufig „zwischen allen Stühlen“ wieder: zu qualifiziert, um als ungeschult zu gelten, aber formal nicht passend für definierte Fachkräfte-Schienen.

Hinzu kommt der erhebliche Verwaltungsaufwand. Betriebe müssen Unterlagen sammeln, Anerkennungsverfahren anstoßen, Sprachzertifikate nachweisen und oft monatelange Bearbeitungszeiten überbrücken. Für kleine und mittlere Unternehmen ist das laut Frese häufig nur mit externer Unterstützung zu stemmen. „Viele geben irgendwann entnervt auf – und damit gehen potenzielle Fachkräfte verloren, obwohl sie dringend gebraucht würden“, sagt er.

Wie Reformen Menschen wie Ali helfen könnten

In einem Interview oder Gastbeitrag möchte Frese anhand von Fällen wie Ali aufzeigen, an welchen Stellen das System aus seiner Sicht blockiert – und welche Reformansätze er für sinnvoll hält. Dazu zählen etwa klarere und praxisnähere Kriterien für Berufserfahrung, mehr Spielräume für Menschen mit Herkunftsbezug zu Deutschland oder eine stärkere Entkoppelung von Schutz- und Erwerbsperspektiven.

Wichtig ist ihm dabei auch die Differenzierung: Es gehe nicht darum, Schutzsuchende gegen arbeitswillige Zuwanderer auszuspielen. Vielmehr solle das System so weiterentwickelt werden, dass Menschen, die Verantwortung übernehmen, Steuern zahlen und sich langfristig integrieren möchten, eine realistische und transparente Chance erhalten – ohne den Umweg über ein Asylverfahren, das eigentlich anderen Zwecken dient.

Über Tobias Frese

Tobias Frese ist Gründer und Geschäftsführer der Frese Recruiting GmbH, einer spezialisierten Personalagentur, die Physiotherapiepraxen und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen mit qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland zusammenbringt. Um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen, übernimmt sein Team nach eigenen Angaben den gesamten Prozess: von der Kandidatensuche über Anerkennungs- und Visaverfahren bis hin zur Begleitung bei der Integration am neuen Arbeitsplatz.

Weitere Informationen finden sich unter https://www.frese-recruiting.de/.

Hintergrund: Warum individuelle Beratung wichtig ist

Jeder Einwanderungsfall ist rechtlich und persönlich einzigartig. Allgemeine Darstellungen – wie im Beispiel von Ali – können typische Problemlagen aufzeigen, ersetzen aber keine individuelle Rechtsberatung. Wer selbst überlegt, nach Deutschland zu kommen oder eine Fachkraft aus dem Ausland einzustellen, sollte sich frühzeitig an spezialisierte Beratungsstellen, qualifizierte Fachkräftevermittler oder eine auf Migrationsrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei wenden. So lassen sich Chancen, Risiken und passende Aufenthaltstitel im konkreten Einzelfall besser einschätzen.

swiftsciendewriting/Pixabay CC/PublicDomain

Brüssel: ÖDP-Abgeordnete Ripa warnt vor geplanter Gentechnik-Lockerung – „Verbraucherschutz geht vor“

Brüssel: ÖDP-Abgeordnete Ripa warnt vor geplanter Gentechnik-Lockerung – „Verbraucherschutz geht vor“

Die EU verhandelt neue Regeln für moderne Gentechniken. ÖDP-EU-Abgeordnete Manuela Ripa schlägt Alarm und fordert klare Kennzeichnung sowie echte Wahlfreiheit für Verbraucher.

Strikte Ablehnung der geplanten EU-Regelungen

Die EU arbeitet derzeit an einer Reform des Gentechnikrechts, das sogenannte Neue Gentechniken (NGT) wie Crispr/Cas betreffen soll. Nach einer vorläufigen Einigung der EU-Institutionen könnten künftig genveränderte Pflanzen ohne Kennzeichnung auf den europäischen Markt gelangen. Für Manuela Ripa, Europaabgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei), ist das ein alarmierendes Szenario. „Ich bin strikt gegen die geplante Lockerung für sogenannte Neue Gentechniken in der Pflanzenzucht“, betont Ripa. Vor allem störe sie, dass Produkte aus solchen Verfahren künftig ohne Hinweis in den Regalen landen könnten. „Das geht gar nicht.“

Gefährdung von Umwelt, Verbraucherschutz und Saatgutvielfalt

Ripa kritisiert insbesondere die fehlende umfassende Risikobewertung. Ohne diese würden Umwelt- und Verbraucherschutz „massiv geschwächt“. Auch die geplante Patentfreiheit der neuen Gentechnikverfahren hält sie für problematisch: Dadurch könnten große Agrarkonzerne gestärkt und kleine sowie mittelständische Pflanzenzüchter benachteiligt werden – mit möglichen Folgen für die Saatgutvielfalt in Europa.

Parlament muss noch zustimmen – Ripa mobilisiert Unterstützung

Ganz entschieden sei die Sache jedoch noch nicht: Das EU-Parlament muss der Regelung abschließend zustimmen. Ripa sieht darin eine Chance, die Weichen noch zu verändern. Sie will weiter Überzeugungsarbeit leisten und ihre Kolleginnen und Kollegen dazu bewegen, gegen die Liberalisierung zu stimmen. Nach Ansicht der EU-Kommission beschleunigen die neuen Verfahren lediglich herkömmliche Züchtung. Für Ripa ist das eine falsche Einschätzung: Produkte aus gentechnischen Eingriffen gehörten weder auf den Acker noch auf den Teller. „Es gilt das Vorsorgeprinzip“, betont sie. Verbraucher müssten auch künftig bewusst zu gentechnikfreien Lebensmitteln greifen können – und genau deshalb sei ein Verzicht auf Kennzeichnung ein „No-Go“.
Hintergrund: Neue Gentechniken (NGT) in der EU

NGT umfassen biotechnologische Verfahren wie die Crispr/Cas-Genschere, mit denen Pflanzen gezielt verändert werden können. Während Befürworter auf höhere Erträge und bessere Widerstandsfähigkeit verweisen, warnen Kritiker vor unklaren Risiken für Umwelt und Gesundheit. Die anstehende Entscheidung des EU-Parlaments gilt daher als richtungsweisend für den zukünftigen Umgang mit Gentechnologie in Europa.

ZDK, ProMotor

Berlin: Licht-Sicht-Test 2025 zeigt deutliche Mängel – jeder vierte Pkw mit defekter Beleuchtung

Berlin: Licht-Sicht-Test 2025 zeigt deutliche Mängel – jeder vierte Pkw mit defekter Beleuchtung

Beim bundesweiten Licht-Sicht-Test 2025 wiesen mehr als 27 Prozent der geprüften Pkw Mängel an der Beleuchtung auf – ein spürbarer Anstieg und ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko in der dunklen Jahreszeit.

Ergebnisse des aktuellen Tests

Die neue Statistik des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) macht deutlich: Über ein Viertel aller geprüften Pkw (27,8 Prozent) fuhr im Oktober mit fehlerhafter Beleuchtung – im Vorjahr lag die Quote noch bei 25,3 Prozent. Auch bei Nutzfahrzeugen bleibt die Situation angespannt: 32,1 Prozent der Nfz zeigten Mängel. Besonders häufig betroffen waren die Hauptscheinwerfer. Bei 19,7 Prozent der Pkw waren sie nicht ordnungsgemäß eingestellt, bei den Nfz traf dies auf 23,1 Prozent zu. Zu hoch eingestellte Scheinwerfer – mit gefährlicher Blendwirkung für Gegenverkehr – fanden die Prüfteams bei 9,5 Prozent der Pkw und 12,7 Prozent der Nutzfahrzeuge. Zu niedrig eingestellte Beleuchtung und damit eingeschränkte Sicht lag bei 8,5 Prozent der Pkw vor.

Appell von Verbänden und Politik

ZDK-Präsident Thomas Peckruhn warnt eindringlich vor den Folgen mangelhafter Beleuchtung: „Wenn mehr als jeder vierte Pkw mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs ist, ist das nicht nur eine hohe Zahl – es ist ein Sicherheitsrisiko.“ Ein regelmäßiger Check könne Leben retten, besonders in den Wintermonaten. Auch der Schirmherr der Aktion, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), ruft zur Teilnahme an den kostenfreien Prüfungen auf: „Nur mit richtiger Beleuchtung können Autofahrerinnen und Autofahrer sicher und vorausschauend fahren.“ Kirsten Lühmann, Präsidentin der DVW, betont zudem, dass viele Defekte im Alltag oft unbemerkt bleiben: „Eine mangelhafte Beleuchtung erhöht das Unfallrisiko deutlich.“

2,5 Millionen Prüfplaketten vergeben

Beim größten Verkehrssicherheitscheck Deutschlands wurden im Oktober mehr als 2,5 Millionen Prüfplaketten an Autofahrerinnen und Autofahrer ausgegeben, die erfolgreich am Licht-Sicht-Test teilgenommen hatten. Die Plakette signalisiert Polizeikontrollen: Das Fahrzeuglicht wurde geprüft.

Hohe Resonanz durch bundesweite PR-Kampagne

Eine breit angelegte Kommunikationsoffensive unterstützte den Licht-Sicht-Test – inklusive großem Gewinnspiel mit einem batterieelektrischen Kia EV3 als Hauptpreis. Medienpartner AUTO BILD begleitete die Aktion mit Berichterstattung rund um moderne Fahrzeugbeleuchtung. Die ZDK-Auswertung zeigt eine starke Präsenz in Print- und Online-Medien. Der Licht-Test hat Tradition: Seit 1956 organisieren ZDK und DVW die Aktion; 2025 waren erneut Kia Deutschland, OSRAM, Nürnberger Versicherung, AUTO BILD und Hella Gutmann als Partner dabei.
Hinweis: Beleuchtung regelmäßig überprüfen

Gerade in Herbst und Winter lohnt sich ein kurzer Lichtcheck im Fachbetrieb. Viele Defekte lassen sich sofort beheben – und verbessern die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Weitere Informationen finden Sie unter www.verkehrswacht.de/service/presse.

DA Direkt Versicherung

Frankfurt/Main: Neue DA-Direkt-Studie zeigt alarmierende Zahlen zu Ablenkung im Straßenverkehr

Frankfurt/Main: Neue DA-Direkt-Studie zeigt alarmierende Zahlen zu Ablenkung im Straßenverkehr

Vier von zehn Autofahrern waren laut DA Direkt Ablenkungsstudie 2025 in den vergangenen drei Jahren in einen Unfall oder eine gefährliche Situation verwickelt – häufig wegen Ablenkung am Steuer.

Viele Unfälle – wenig Einsicht

Nach aktuellen Ergebnissen der DA Direkt Ablenkungsstudie 2025 geben 43 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland an, in den vergangenen drei Jahren an einem Unfall oder einer gefährlichen Situation beteiligt gewesen zu sein. Bemerkenswert: Drei Viertel von ihnen sehen die Verantwortung dafür bei anderen Verkehrsteilnehmern, nur 14 Prozent bei sich selbst. Weitere 12 Prozent räumen eine Teilschuld ein. „Drei Viertel aller Unfallbeteiligten sehen bei sich keinerlei Schuld – das geht rechnerisch nicht auf. Wenn so viele die Verantwortung bei anderen suchen, ist das bedenklich“, erklärt René Billing, Vorstand Direct Insurance von DA Direkt. „Der eigene Anteil am Geschehen wird offenbar häufig ausgeblendet.“

Ablenkung ist eine der häufigsten Unfallursachen

Die Studie zeigt deutlich: Ablenkung zählt neben überhöhter Geschwindigkeit zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen im Straßenverkehr. Jeder vierte Fall (26 Prozent) ist laut Untersuchung darauf zurückzuführen. 58 Prozent der Verkehrsteilnehmer gelten am Steuer als stark abgelenkt. Als „hohe Ablenkung“ werten die Studienautoren regelmäßige Zusatzhandlungen wie Smartphone-Nutzung, Essen oder Trinken sowie intensive Gespräche während der Fahrt. Besonders auffällig: Autofahrerinnen und Autofahrer unter 30 Jahren sind mit 72 Prozent stark abgelenkten Fahrern deutlich überrepräsentiert.

Wie Autofahrer Ablenkung vermeiden können

DA Direkt gibt konkrete Empfehlungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: – Das Smartphone sollte stummgeschaltet auf der Rückbank liegen oder – wenn zur Navigation genutzt – in einer stabilen Halterung befestigt sein. Jede Nutzung des Geräts in der Hand ist gesetzlich verboten. – Essen, Trinken, Make-up oder das Frisieren sollten ausschließlich vor oder nach der Fahrt stattfinden. – Schon kurze Momente der Unachtsamkeit können fatale Folgen haben. „Die Diskrepanz zwischen Risikowahrnehmung und eigener Verantwortungsübernahme ist ein zentrales Ergebnis unserer Studie“, betont Billing. „Hier ist mehr Selbstreflexion gefragt, um das Unfallrisiko nachhaltig zu senken.“
Hintergrund: Was die DA Direkt Ablenkungsstudie 2025 untersucht

Die Langzeitstudie des Direktversicherers analysiert seit mehreren Jahren das Verhalten deutscher Autofahrer im Straßenverkehr. Im Fokus stehen Risikofaktoren wie Ablenkung, Geschwindigkeit und Selbsteinschätzung. Besonders relevant für die Verkehrssicherheit: die wachsende Smartphone-Nutzung am Steuer. Die aktuellen Ergebnisse sollen helfen, Präventionsmaßnahmen zu verbessern und das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen.

POL-DA: ÖFFENTLICHKEITSFAHNDUNG: Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion an einem Wohnhaus in Dietzenbach am 16.10.2025

21.11.2025 – 15:09

Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: ÖFFENTLICHKEITSFAHNDUNG: Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion an einem Wohnhaus in Dietzenbach am 16.10.2025

 

Wiesbaden / Dietzenbach (ots)

Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Hessischen Landeskriminalamts

Nachdem ein bislang unbekannter Täter in der Nacht zum Donnerstag (16.10.) einen Sprengsatz an einer Haustür in der Nelson-Mandela-Straße angebracht hatte, der in der Folge detonierte

(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6138626 und https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6140117),

fahnden Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt mit vier Lichtbildern nach dem Tatverdächtigen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen trug die tatverdächtige Person vermutlich einen Trainingsanzug mit hellen (neongelben) Streifen auf den Ärmeln und den Außenseiten der Hose. Ebenso trug die bislang unbekannte Person dunkle Sneaker mit weißen Sohlen und möglicherweise weißem Logo auf den nach außen gerichteten Seiten.

Im Zusammenhang mit der Tat wird auch nach einem

weißen Porsche Chayenne GTS oder Turbo (Baujahr etwa 2012) mit einem lackierten Diffusor (Stoßfänger), Ausbuchtungen am Heck auf Höhe der Auspuffanlage, schwarzen Felgen und Panoramadach

gesucht.

Staatsanwaltschaft und Polizei fragen:

Wem ist eine Person aufgefallen, die einen solchen Trainingsanzug mit neongelben Applikationen trägt?

Wer hat einen Porsche Cayenne mit den angegebenen Merkmalen gesehen?

Zeugen, die Hinweise zu der Identität des Tatverdächtigen oder dem Fahrzeug geben können, mögen sich bitte bei der Polizei in Offenbach unter der Rund-um-die-Uhr-Hotline 069/8098-1234 melden.

Deutschland: Neue Regeln, Kosten und Fristen 2026 – das ändert sich für Autofahrer und Bahnreisende

Deutschland: Neue Regeln, Kosten und Fristen 2026 – das ändert sich für Autofahrer und Bahnreisende

Der ACV Automobil-Club Verkehr fasst zusammen, welche Vorschriften, Kosten und Fristen 2026 im Mobilitätssektor greifen – von CO₂-Bepreisung bis Führerscheinpflichten.

Mit dem Jahreswechsel treten zahlreiche neue Regelungen und Preisänderungen in Kraft, die Autofahrer, Bahnreisende und Unternehmen betreffen. Der ACV Automobil-Club Verkehr gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Neuerungen – und zeigt, wo bereits zum Jahresbeginn Handlungsbedarf besteht.

Steigende Kosten an Tankstelle und Versicherung

Zum 1. Januar 2026 endet die Festpreisphase im nationalen Emissionshandel. Mineralölunternehmen müssen ihre CO₂-Zertifikate künftig in einem Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne ersteigern. Für Autofahrer bedeutet das voraussichtlich einen deutlichen Preisschub an der Zapfsäule – laut Prognosen um 15 bis 20 Cent pro Liter. Auch die Kfz-Versicherungen verteuern sich weiter: Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden rund 5,9 Millionen Autofahrer höher eingestuft, während etwa 4,5 Millionen von günstigeren Typklassen profitieren. Für Bahnreisende steigt der Preis des Deutschlandtickets auf 63 Euro im Monat. Die Deutsche Bahn verzichtet dagegen erstmals seit Jahren auf eine Preiserhöhung im Fernverkehr.

Führerschein und Hauptuntersuchung: Fristen im Blick behalten

Autofahrer, deren Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurde, müssen diesen bis zum 19. Januar 2026 in den fälschungssicheren EU-Kartenführerschein umtauschen – sonst droht ein Verwarngeld. Das neue Dokument kostet rund 25 Euro und ist 15 Jahre gültig. Ein Blick auf die HU-Plakette lohnt sich ebenfalls: Fahrzeuge mit blauer Plakette müssen 2026 zur Hauptuntersuchung. Wer den Termin überzieht, riskiert ein Bußgeld; bei einer Überschreitung von mehr als acht Monaten kommt ein Punkt in Flensburg hinzu.

Neue technische Vorschriften und Umweltauflagen

Ab Januar 2026 sind neu entwickelte Pkw und Transporter mit dem digitalen Notrufsystem „Next Generation eCall“ auszustatten. Ab dem 7. Juli 2026 gilt außerdem eine Pflicht für zusätzliche Sicherheitsassistenten wie Notbrems-, Spurhalte- oder Müdigkeitswarner. Zum 29. November 2026 tritt die neue Abgasnorm Euro 7 in Kraft. Sie berücksichtigt erstmals auch ultrafeine Partikel aus Reifen- und Bremsabrieb und stellt höhere Anforderungen an Abgasreinigung und Batterien. Zudem müssen leichte Nutzfahrzeuge ab Mitte 2026 mit intelligenten Fahrtenschreibern ausgerüstet sein.

Dienstwagen, Steuern und Abschreibungen

Die Preisgrenze für die steuerlich begünstigte 0,25-Prozent-Regel bei Elektro-Dienstwagen soll auf 100.000 Euro steigen. Zusätzlich ist eine befristete Sonderabschreibung für neu angeschaffte Elektrofahrzeuge bis 2028 geplant. Ab 2026 wird die Kfz-Steuer grundsätzlich als Jahresbetrag im Voraus erhoben – Ratenzahlungen sind nach aktuellem Stand nicht mehr vorgesehen.

Mehr Tempo auf der Schiene

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 baut die Deutsche Bahn ihr Fernverkehrsangebot deutlich aus: Das Hochgeschwindigkeitsnetz wächst auf über 2.000 Kilometer. Neu ist der ICE L, der zunächst zwischen Berlin und Köln verkehrt. Auch international wird Bahnfahren komfortabler: Bis Ende 2026 sollen über den DB Navigator neben ÖBB- und SBB-Zügen auch TGV-, Eurostar- und Nightjet-Verbindungen direkt buchbar sein.

Reisen ins Ausland

In Österreich steigen die Preise für die Autobahnvignette um rund drei Prozent. Die Jahresvignette kostet künftig etwa 106,80 Euro. Ab 2027 wird das digitale System das klassische Klebe-Pickerl vollständig ablösen.
ACV empfiehlt:

Fristen für Führerscheinumtausch und Hauptuntersuchung sollten rechtzeitig eingeplant werden. Auch ein Versicherungsvergleich vor dem Jahreswechsel kann sich lohnen. Weitere Informationen zu allen Änderungen finden Sie unter www.acv.de.

 

Mayen-Koblenz: Neue Beweise belasten Schweinezucht eines Bauernfunktionärs – ANINOVA veröffentlicht weiteres Material

Mayen-Koblenz: Neue Beweise belasten Schweinezucht eines Bauernfunktionärs – ANINOVA veröffentlicht weiteres Material

Tierrechtsorganisation ANINOVA erhält neue Videos und Prüfunterlagen über Missstände in Schweinezucht – Betrieb des Bauernfunktionärs stand in Verbindung zu Westfleisch.

Nach den jüngsten Enthüllungen der Tierrechtsorganisation ANINOVA über katastrophale Zustände in einer Schweinezucht in Halver (NRW) geraten nun auch die Verbindungen nach Rheinland-Pfalz zunehmend in den Fokus. Der Betreiber der Anlage ist gleichzeitig Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V., Kreisverband Mayen-Koblenz sowie des Kreisverbands Ahrweiler.

Insider liefern belastendes Material

Wie ANINOVA mitteilt, haben sich nach der Veröffentlichung mehrere Personen mit weiteren Beweisen an die Organisation gewandt. Dabei handelt es sich um neues Videomaterial aus dem Jahr 2024 sowie um interne Prüf- und Kontrollunterlagen. Diese Dokumente belegen, dass die Missstände seit Jahren bekannt waren, ohne dass wirksame Konsequenzen folgten. Die Aufnahmen zeigen kranke, verletzte und abgemagerte Tiere in dunklen und unhygienischen Stallungen. Laut ANINOVA dokumentieren die internen QS-Unterlagen wiederholte Verstöße, die bereits seit 2016 bestehen.

Langjährige Mängel und auffällige Prüfberichte

Bereits 2016 bemängelten Prüfer fehlendes Beschäftigungsmaterial, kurzfristige Überbelegung und Unordnung auf dem Gelände. 2023 wurden erneut gravierende Defekte festgestellt – unter anderem bei Tränken, Beleuchtung und Wasserversorgung. Trotz mehrfacher Ermahnungen erfolgte erst im Frühjahr 2024 eine teilweise Nachbesserung. Schon damals drohte der Entzug des QS-Prüfzeichens. Nach Angaben aus den Unterlagen werden in dem Betrieb rund 440 Sauen und 2.300 Ferkel gehalten. Seit 2015 bestand eine Zusammenarbeit mit dem Fleischunternehmen Westfleisch im Rahmen des Programms „BestFerkel“. Zwar erklärte Westfleisch, seit 2022 keine Lieferbeziehung mehr zu unterhalten, doch in einem QS-Prüfbericht aus 2023 wird das Unternehmen weiterhin als „QS-Bündler“ geführt – und war somit in die Kontrollkoordination eingebunden. Diese Verbindung sei mittlerweile beendet, teilte Westfleisch mit.

Interessenkonflikte und öffentliche Kritik

Brisant ist die Doppelfunktion des Betriebsleiters: Als Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau vertritt er zugleich die Interessen der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Tierschützer sehen darin einen deutlichen Interessenkonflikt. „Diese neuen Informationen zeigen, dass die Zustände in diesem Betrieb kein Ausrutscher sind, sondern das Ergebnis jahrelanger Nachlässigkeit“, erklärt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Wenn über Jahre hinweg dieselben Verstöße dokumentiert werden, ohne dass sich etwas ändert, dann ist das ein strukturelles Problem – nicht nur beim Betreiber, sondern auch bei den Kontrollmechanismen selbst.“

Staatsanwaltschaft ermittelt – QS sperrt den Betrieb

ANINOVA hat das neue Videomaterial und die Kontrollunterlagen der Staatsanwaltschaft Dortmund, Zentralstelle für Umweltkriminalität (Az. 76 Js 5/25), übergeben. Auch das zuständige Veterinäramt bestätigte auf Nachfrage, dass es wiederholt Beanstandungen gegeben habe. Inzwischen hat das Qualitätssicherungssystem QS reagiert und den Betrieb gesperrt. Peifer fordert ein konsequentes Handeln: „Es reicht nicht, Missstände immer wieder zu dokumentieren – sie müssen endlich Konsequenzen haben.“

Öffentliche Reaktionen und Forderungen

Das veröffentlichte Videomaterial erzielte auf sozialen Netzwerken enorme Reichweite – allein auf Instagram wurde es über 960.000 Mal aufgerufen. Viele Nutzerinnen und Nutzer reagierten bestürzt, andere lobten ANINOVA für die Aufdeckung der Zustände. Die Organisation ruft Verbraucherinnen und Verbraucher auf, tierische Produkte zu meiden und sich für eine pflanzliche, tierleidfreie Lebensweise zu entscheiden. Weitere Informationen und das neue Videomaterial sind auf der Website von ANINOVA abrufbar (www.aninova.org ).
Hintergrund: Das QS-System

Das „QS-Prüfzeichen“ steht für kontrollierte Qualitätssicherung entlang der gesamten Lebensmittelkette – von der Landwirtschaft bis zur Verarbeitung. Betriebe, die gegen die Standards verstoßen, können gesperrt oder aus dem System ausgeschlossen werden. Der Fall aus Halver zeigt jedoch, wie schwerwiegend die Folgen ausbleibender Konsequenzen sein können.

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