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Berlin: DZG warnt nach neuer Insolvenz-Analyse vor Zuspitzung – Bundesrat soll Steuerentlastung sichern

Berlin: DZG warnt nach neuer Insolvenz-Analyse vor Zuspitzung – Bundesrat soll Steuerentlastung sichern

Berlin: DZG warnt nach neuer Insolvenz-Analyse vor Zuspitzung – Bundesrat soll Steuerentlastung sichern

Die aktuelle Insolvenz-Analyse von Creditreform zeigt eine dramatische Verschärfung der wirtschaftlichen Lage. Die DZG fordert den Bundesrat auf, die Mehrwertsteuer-Entlastung für Speisen unverändert zu beschließen.

Insolvenzen auf Höchststand – Dienstleistungssektor besonders betroffen

Die gestern veröffentlichte Insolvenz-Analyse von Creditreform verdeutlicht, wie ernst die Situation für Deutschlands Unternehmen geworden ist. Rund 23.900 Betriebe meldeten im Jahr 2025 Insolvenz an – ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Besonders hart trifft es den Dienstleistungssektor und damit einen Großteil der deutschen Gastwelt. Viele kleine und mittlere Unternehmen, ohnehin belastet durch hohe Energiepreise, steigende Kosten und den Fachkräftemangel, geraten zunehmend unter Druck. Für die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) ist diese Entwicklung ein unüberhörbares Warnsignal.

DZG fordert: Sieben Prozent müssen kommen

„Die Insolvenzzahlen sind ein Alarmzeichen“, betont DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. Die Wiedereinführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent auf Speisen, die der Bundestag bereits beschlossen hat, müsse nun ohne Abstriche den Bundesrat passieren. Nur so könne dringend benötigter finanzieller Spielraum geschaffen werden, um Betriebe, Beschäftigung und regionale Strukturen zu stabilisieren. Bleibe die Entlastung aus, drohe eine weitere Welle von Unternehmensschließungen. Besonders ländliche und strukturschwache Regionen seien auf funktionierende Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe angewiesen – als soziale Treffpunkte, wirtschaftliche Anker und Arbeitgeber.

Planungssicherheit statt weiterer Unsicherheit

Klinge mahnt ein deutliches Signal der Verlässlichkeit an: „Die sieben Prozent sind wirtschaftliche Vernunft. Sie schützen Unternehmen, Arbeitsplätze und jene Orte, an denen Menschen zusammenkommen.“ Die DZG appelliert deshalb an die Mitglieder des Bundesrats, dem Steueränderungsgesetz in seiner aktuellen Form zuzustimmen.
Hintergrund: Warum die Mehrwertsteuer-Entlastung zählt

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Speisen gilt als entscheidender Hebel, um Gastronomie- und Hotelleriebetriebe in schwierigen Zeiten zu stabilisieren. Er stärkt besonders kleine und mittlere Unternehmen, ermöglicht Investitionen und sichert Beschäftigung – vor allem in Regionen, in denen gastronomische Betriebe wichtige gesellschaftliche Funktionen übernehmen.

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