Mit einem neuen Vermarktungsmodell für Solarstrom und Batteriespeicher will MVV Trading die Integration erneuerbarer Energien effizienter gestalten.
Die Mannheimer MVV Trading GmbH übernimmt die Vermarktung einer in Deutschland bislang seltenen Co-Location-Anlage, bei der ein Solarpark und ein Graustrom-Batteriespeicher gemeinsam einen Netzanschlusspunkt nutzen. Das Projekt gilt als möglicher neuer Ansatz für die effizientere Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz.
Hinter dem Gemeinschaftsprojekt stehen die Solarpark Hermeshöfchen GmbH & Co KG aus Erkelenz sowie die EnerGrid GmbH aus Köln, die auf Großbatteriespeicher spezialisiert ist. Die Anlage kombiniert die Erzeugung von Solarstrom mit der Speicherung von Graustrom an einem gemeinsamen Standort.
Der Batteriespeicher verfügt über eine Leistung von 2,85 Megawatt sowie eine Speicherkapazität von 9 Megawattstunden. Der angeschlossene Solarpark erreicht eine Spitzenleistung von bis zu 2,5 Megawattpeak.
Effizientere Nutzung vorhandener Infrastruktur
Nach Angaben von MVV Trading ermöglicht das Konzept eine bessere Nutzung bestehender Netzanschlüsse. Gerade vor dem Hintergrund begrenzter Netzkapazitäten könne dadurch der wirtschaftliche Einsatz von Batteriespeichern erleichtert werden.
Vivien Klein-Campailla, Leiterin Flexibility Solutions bei MVV Trading, sieht darin einen wichtigen Schritt für die Energiewende. Das Modell eröffne neue Möglichkeiten, erneuerbare Energien effizienter in das Stromnetz einzubinden.
MVV Trading entwickelte nach Unternehmensangaben für beide Projektpartner individuelle Vermarktungsverträge und übernimmt die Gesamtvermarktung der Anlage.
Partner sehen Modell als Zukunftsansatz
Auch die Geschäftsführer der EnerGrid GmbH bewerten das Projekt als wichtigen Impuls für den Energiesektor. Julius Graebner betonte insbesondere die Verbindung aus technischer Innovation und wirtschaftlicher Praxistauglichkeit.
Für Maximilian Haschemi zeigt die Anlage in Erkelenz, wie sich Speichertechnik und erneuerbare Energieerzeugung intelligent miteinander verzahnen lassen. Entscheidend sei dabei die gemeinsame Nutzung bestehender Netzkapazitäten.
Dr. Jan Brübach, Geschäftsführer von MVV Trading, hob zudem die Zusammenarbeit aller Projektpartner hervor. Lokale Erzeuger, Speichertechnologie und Vermarktung könnten gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.
Quelle: MVV Energie AG, Medieninformation vom 20.05.2026.



















































