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MANNHEIM: Residenzpräsentation im EinTanzHaus – Künstlerischer Austausch als Labor für neue Perspektiven
Lona Dutz

MANNHEIM: Residenzpräsentation im EinTanzHaus – Künstlerischer Austausch als Labor für neue Perspektiven

MANNHEIM: Residenzpräsentation im EinTanzHaus – Künstlerischer Austausch als Labor für neue Perspektiven

Internationale Tanzforschung trifft auf Mannheimer Szene: Eine Residenzpräsentation gibt Einblick in künstlerische Prozesse zwischen Körper, Identität und Transformation.

Das EinTanzHaus Mannheim wird erneut zum Ort intensiver künstlerischer Auseinandersetzung. Gemeinsam mit Partner*innen aus Bayern und Baden-Württemberg bietet das Schwindelfrei Festival für Tanz, Theater, Performance+ auch in diesem Jahr Austausch-Residenzen für künstlerische Forschung im Bereich Tanz an – eingebettet in ein starkes süddeutsches Netzwerk.

Aktuell sind als Münchner Beitrag zum Austauschprogramm Quindell Orton und Bas van der Kruk für eine siebentägige Residenz zu Gast in Mannheim. In ihrer Proben- und Recherchezeit widmet sich das Duo einem ebenso provokanten wie vielschichtigen Ansatz: dem Striptease als radikalem Ort der Transformation.

Zwischen Striptease, Popkultur und queerer Perspektive

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit steht die bewusste Neubewertung körperlicher Gesten. Elemente aus Striptease, Bodybuilding, Social-Media-Trends und Popkultur werden aus einer queeren Perspektive heraus neu definiert. Ziel ist es, tradierte Rollenbilder und binäre Strukturen sichtbar zu machen – und zugleich aufzubrechen.

Die Residenz versteht sich dabei nicht als abgeschlossener Produktionsprozess, sondern als offenes Labor. Gedanken, Fragmente und körperliche Recherchen sind Teil einer Suche nach neuen Ausdrucksformen jenseits eindeutiger Zuschreibungen.

Öffentliche Residenzpräsentation im EinTanzHaus

Einen Einblick in diese Arbeit geben Quindell Orton und Bas van der Kruk bei einer Residenzpräsentation am Samstag, 13. Dezember 2025, um 20 Uhr im EinTanzHaus Mannheim. Das Publikum ist eingeladen, an den Erfahrungen aus der Proben- und Recherchephase teilzuhaben und den künstlerischen Prozess unmittelbar mitzuerleben.

Die Residenzpräsentation ist kein fertiges Stück, sondern ein offenes Showing – ein Dialog zwischen Künstler*innen und Publikum.

Gelebter Austausch in beide Richtungen

Dass der künstlerische Austausch keine Einbahnstraße ist, zeigt ein Blick auf die vergangenen Monate: Mike Platz aus Mannheim war im September 2025 im Rahmen desselben Programms zu Gast im Bamberger CONdance. Solche Perspektivwechsel stärken nicht nur individuelle künstlerische Entwicklungen, sondern auch die Vernetzung der Tanzszenen.

TanzPlusSüd: Starkes Netzwerk für den freien Tanz

Unter dem Titel TanzPlusSüd haben sich freie Tanzszenen und Initiativen aus Nürnberg/Fürth, München, Freiburg, Bamberg, Stuttgart sowie Mannheim zusammengeschlossen. In Mannheim tragen das Schwindelfrei Festival und das EinTanzHaus diese Kooperation gemeinsam.

Seit 2022 arbeiten die beteiligten Institutionen eng zusammen, um nachhaltige Strukturen für Austausch, Forschung und künstlerische Entwicklung zu schaffen. Neben der Landesförderung durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) konnten in diesem Jahr zusätzliche Bundesmittel über das Programm der Netzwerkförderung des Fonds Darstellende Künste eingeworben werden.

FOR EXCHANGE+ als Grundpfeiler der Zusammenarbeit

Ein zentrales Element der Netzwerkarbeit sind die Austausch-Residenzen unter dem Titel for exchange+. Künstler*innen oder Kompanien aus einer der sechs Partnerstädte arbeiten für sieben bis zehn Tage in einer anderen Stadt an einem eigenen künstlerischen Konzept.

Die Resident*innen werden dabei bewusst in bestehende lokale Strukturen eingebunden – von Trainings und Workshops über Festivals bis hin zu weiteren Aktivitäten. Ziel ist es, die Tanzszenen nachhaltig zu vernetzen und langfristige Arbeitsbeziehungen zu ermöglichen. Jede Residenz endet mit einem öffentlichen Showing am jeweiligen Residenzort.

Förderung & Hintergrund

Das Projekt wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Ermöglicht wird es zudem durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

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