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Mannheim: BBT-Gruppe legt erstmals konkrete Schritte zur Zusammenführung der stationären Versorgung vor

Mannheim: BBT-Gruppe legt erstmals konkrete Schritte zur Zusammenführung der stationären Versorgung vor

Mannheim: BBT-Gruppe legt erstmals konkrete Schritte zur Zusammenführung der stationären Versorgung vor

Die Kliniken der BBT-Gruppe treiben die frühzeitige Zusammenführung ihrer stationären Versorgung am Diako voran – mit ersten Sozialplan-Ergebnissen, Klarheit für Beschäftigte und Ausblick auf Mannheims künftige Versorgungsstruktur.

Erste Ergebnisse in den Sozialplanverhandlungen

Die notwendige Neuordnung der stationären Versorgung innerhalb des Brüderklinikums Julia Lanz in Mannheim nimmt Gestalt an. Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung haben sich in intensiven Sozialplanverhandlungen auf erste Maßnahmen geeinigt. Hintergrund sind der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen sowie die bundesweite Krankenhausreform, die die BBT-Gruppe zu einer deutlich früheren Neustrukturierung zwingt als ursprünglich geplant. Besonders betroffen sind zum Jahresende die Gefäßchirurgie und die Urologie. Für den ärztlichen Dienst dieser Abteilungen wurden die ersten Kündigungsgespräche geführt. Zugleich gibt es aber auch positive Signale: Für Pflegefachpersonen sowie Pflegehelferinnen und -helfer mit mindestens einjähriger Ausbildung konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Regionalleiterin Dr. Ulrike Heesemann zeigt sich erleichtert, wenngleich die Situation belastend bleibt: „Wir sind sehr froh, dass wir eine Perspektive für das weiter dringend benötigte Pflegepersonal schaffen konnten. Bitter ist, dass wir ärztlichen Kolleginnen und Kollegen so kurz vor Weihnachten Kündigungen aussprechen müssen.“

Bündelung der stationären Versorgung am Diako

Die BBT-Gruppe beschleunigt ihre bereits angekündigte Konzentration der stationären Versorgung am Standort des heutigen Diako an der Speyerer Straße. Statt wie zunächst vorgesehen im Jahr 2029 muss der komplette Umzug aller Bereiche nun bereits zwischen Ende 2026 und Ende 2027 erfolgen. Grund dafür sind steigende Kosten sowie Unsicherheiten im Zuge der Krankenhausreform. BBT-Geschäftsführer Dr. Frank Zils verweist auf die strukturell schwierige Lage freigemeinnütziger Krankenhäuser: Kirchliche Träger seien seit Jahrzehnten finanziell benachteiligt, müssten jedoch weiterhin essenzielle Bereiche wie Palliativmedizin, Geburtshilfe oder Seelsorge sicherstellen. „Wir brauchen faire Rahmenbedingungen für Einrichtungen, die ihren diakonischen Auftrag ernst nehmen und Verantwortung für Patientinnen und Patienten übernehmen“, so Zils.

Taskforce zur Sicherung der medizinischen Qualität

Um eine zukunftsfähige Versorgung für Mannheim zu gewährleisten, bündelt das Brüderklinikum seine Kräfte in spezialisierten Zentren. Parallel führt eine Taskforce gemeinsam mit der Stadt und dem Universitätsklinikum Gespräche zur künftigen Ausgestaltung der regionalen Gesundheitsstruktur. Ziel ist es, trotz Umbaus und Kostendrucks ein hohes medizinisches Niveau für die Bevölkerung sicherzustellen.

Weitere von den Veränderungen betroffene Bereiche

Der laufende Sozialplan betrifft neben den medizinischen Abteilungen auch zahlreiche Beschäftigte aus Bereichen, die durch den Abbau von Doppelstrukturen und neue Abläufe entfallen – darunter Reinigung, Küche, Service und Verwaltung. Ebenfalls geschlossen wird der Schulungsbetrieb in Ritschweier. Den aktuellen Planungen zufolge soll der vollständige Umzug aller medizinischen und nicht-medizinischen Bereiche vom Theresienkrankenhaus an das Diako bis spätestens Ende 2027 erfolgen.
Hintergrund: Was bedeutet die Standortkonzentration für Mannheim?

Mit der Bündelung am Diako entsteht ein zentraler, moderner Krankenhausstandort. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies künftig kürzere Wege zwischen spezialisierten Abteilungen, für die BBT-Gruppe eine effizientere Nutzung von Ressourcen. Übergangsweise kann es jedoch zu organisatorischen Anpassungen kommen, bis alle Bereiche umgezogen sind.

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