Ludwigshafen: Softairpistole sorgt für Polizeieinsatz an Straßenbahn-Endhaltestelle
An der Endhaltestelle in Rheingönheim löste der Anblick einer vermeintlich echten Waffe einen größeren Polizeieinsatz aus. Acht Jugendliche wurden kontrolliert – eine Softairwaffe mit über 0,5 Joule wurde sichergestellt.
Am Donnerstagabend, 4. Dezember 2025, führten zahlreiche Polizeikräfte gegen 17:30 Uhr eine umfangreiche Personenkontrolle an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Ludwigshafen-Rheingönheim durch. Fahrgäste hatten zuvor gemeldet, dass ein Jugendlicher eine offenbar echte Schusswaffe bei sich trug. Die Polizei kontrollierte insgesamt acht Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Bei der Durchsuchung der Gruppe fanden die Beamtinnen und Beamten eine Softairwaffe inklusive Zubehör. Diese Spielzeugpistole wies eine Schussenergie von über 0,5 Joule auf – damit fällt sie unter strengere waffenrechtliche Bestimmungen. Der Erwerb ist erst ab 18 Jahren erlaubt; das Führen in der Öffentlichkeit ist nur mit einer waffenrechtlichen Erlaubnis zulässig. Die Polizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und übergab die Jugendlichen im Anschluss an ihre Eltern. Der Einsatz verdeutlicht die Risiken, die das Mitführen waffenähnlicher Gegenstände im öffentlichen Raum mit sich bringt.
Appell der Polizei: Das öffentliche Tragen von Waffenattrappen oder Softairgeräten kann bei Passanten Angst auslösen und zu gefährlichen Einsatzsituationen führen. Die Polizei betont, dass grundsätzlich von einer scharfen Waffe ausgegangen werden muss. Daher sollten derartige Gegenstände niemals sichtbar in der Öffentlichkeit geführt werden.