Silvesterorden – Papst zeichnet vier Pfälzer aus
Silvesterorden – Papst zeichnet vier Pfälzer aus
Einsatz für Kirche und christlichen Glauben
Speyer. Vier verdiente Persönlichkeiten hat Bischof Karl-Heinz Wiesemann am 24. November – dem Christkönigssonntag – im Auftrag des Papstes für ihren Einsatz für Kirche und christlichen Glauben gewürdigt. Eine Frau und drei Männer erhielten im Priesterseminar St. German in Speyer den Orden des heiligen Papstes Silvester verliehen. "Heute darf ich im Auftrag unseres Papstes Franziskus Menschen aus unserem Bistum, die Herausragendes geleistet haben, auszeichnen“, sagte Dr. Wiesemann. Der Speyerer Bischof bekannte eine gewisse innere Anspannung: „Ich mache das nicht sehr häufig, und es ist etwas Besonderes. Ich freue mich wirklich sehr, vier Menschen zu ehren. Vier Menschen, die es wert sind, dass man ihr zum Teil jahrzehntelanges Engagement unter dem Scheffel hervorholt, wo alle vier es gerne in christlicher Bescheidenheit verstecken.“
Neben den neuen Ordensträgern Marlies Kohnle-Gros, Michael Garthe, Klaus Haarlammert und Dr. Peter Kern begrüßte der Bischof deren Ehepartner, Angehörige, Freunde und Kollegen sowie die Ortspfarrer der vier Personen, die alle mit zur Ordensverleihung im Priesterseminar eingeladen worden waren. Die Festveranstaltung begann mit der Vesper – dem kirchlichen Abendgebet in der Seminarkirche, musikalisch mitgestaltet von Laura Hohwieler mit der Querflöte und Dekanatskantor Bernd Greiner an Orgel bzw. Keyboard. An den Gottesdienst schloss sich die Würdigung und Ordensverleihung an, gefolgt von einem Sektempfang in den Räumen des Priesterseminars.
In einer kurzen Predigt während der Vesper sprach Bischof Wiesemann vom Christkönigsfest, das man in der Gegenwart von Rechtsstaat, Gewaltenteilung und Demokratie für ein Relikt aus längst vergangenen Tagen halten könne. „Als dieses Fest ins Leben gerufen wurde in der Zeit des Nationalsozialismus, hat es direkt eine besondere Sprengkraft entwickelt.“ Die Botschaft, dass Christus unser König sei, wolle keine Bestätigung bestehender Machtverhältnisse erreichen, sondern ihr Hinterfragen. „Christkönig ist jedenfalls ein guter Tag, besondere Menschen für ihre Verdienste zu ehren – denn es sind Menschen, die so von Christus geprägt und begeistert sind, dass in ihrem Leben und Handeln von ihm Zeugnis ablegen.“
Die eigentliche Ordensverleihung eröffnete der Speyerer Bischof mit einigen Informationen über den Silvester-Orden. Mit dem Silvesterorden würdigt der Papst Verdienste von Frauen und Männern um die Kirche und den katholischen Glauben gewürdigt. Er wird in vier verschiedenen Ordensklassen verliehen. Das Abzeichen ist ein achtzackiges goldenes, weiß emailliertes Kreuz und darauf ein Bild von Papst Silvester I. (314 bis 335). Bischof Wiesemann zeigte auch die in Latein ausgestellte großformatige Urkunde, unterzeichnet von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, dem zweiten Mann im Vatikan. Schmunzelnd berichtete der Speyerer Bischof Wiesemann über die Privilegien, die Trägerinnen und Träger des Ordens genießen: Dazu zählt eine besonders gestaltete Uniform, zu der ein Säbel getragen werden darf. Gestattet sei es den Ordensträgern auch, zu besonderen Anlässen auf einem Schimmel die Stufen zum Petersdom hinauf zu reiten. Eingeführt wurde der Orden von Papst Gregor XVI. im Jahr 1841. Verliehen wird er an Damen (Dama) und Ritter (Cavaliere).
Jeweils einzeln würdigte Bischof Wiesemann die Verdienste der vier neuen Ordensmitglieder:
Marlies Kohnle-Gros, 68, Hütschenhausen-Katzenbach: Ihre christlich-katholische Prägung brachte Kohne-Gros in ihre politische Tätigkeit ein – 30 Jahre lang gehörte sie dem Mainzer Landtag an. Eine Vielzahl ehrenamtlicher Tätigkeiten im kirchlichen und caritativen Bereich kam dazu. Bischof Wiesemann nannte insbesondere Kohnle-Gros‘ Einsatz für die 1999 gegründete Bischöfliche Stiftung für Mutter und Kind. Seit 14 Jahren ist sie Vorsitzende des Beirats der Stiftung. Wiesemann: „Sie haben wesentlich dazu beigetragen, der Bischöflichen Stiftung nach innen zu strukturierter Arbeit und nach außen zu größerer Bekanntheit zu verhelfen.“ Marlies Kohnle-Gros nehme eine Rolle als Botschafterin in Sachen Lebensschutz ein und transportiere dieses für die katholische Kirche so wichtige Thema in politische Gremien, so Wiesemann.
Michael Garthe, 66, Schwegenheim: Fast 30 Jahre lang war Garthe Chefredakteur der „Rheinpfalz“. Als Journalisten zeichne ihn ein „Einsatz für die Menschenwürde, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, für eine freiheitliche und offene Gesellschaft, für ein geeintes und von seinen jüdisch-christlichen Wurzeln geprägtes Europa, gepaart mit einer tiefen Verwurzelung im christlichen Glauben“ aus, so der Bischof. In seinen Textbeiträgen habe Garthe nicht mit Kritik an der „Amtskirche“ gespart, jedoch nie einen Hehl aus seiner christlichen Grundüberzeugung gemacht und diese auch weitergegeben an die Leser. Seit Beginn gehört Garthe dem Kuratorium der Kaiserdom-Stiftung an, Spendenaktionen für den Speyerer Dom unterstützte Michael Garthe mit großem finanziellen Erfolg, so konnten etwa die sechs Domportale durch Spenden aus dem Rheinpfalz-Leserkreis in Höhe von knapp einer halben Million Euro saniert werden. "Es ist ein Glück, so ein großartiges Bauwerk wie den Dom zu Speyer in seiner Heimat zu haben", zitierte Wiesemann Garthe.
Klaus Haarlammert, 76, Speyer: Seit fast 50 Jahren engagiert er sich im Bistum Speyer, hauptamtlich u.a. als Pilger-Chefredakteur von 1986 bis 2002, ehrenamtlich bis heute als theologischer Berater und Autor der Pilger-Redaktion. Haarlammert ist als Domführer engagiert und bringt hier sein profundes Wissen ein, um die kunsthistorische und architektonische, vor allem aber spirituelle Bedeutung des Domes bekanner tu machen. Besonders fasziniert ihn die heilige Edith Stein: 1994 war er Mitbegründer und Impulsgeber der in Speyer gegründeten deutschen Edith-Stein-Gesellschaft. „Es ist Klaus Haarlammert stets gelungen, Edith Steins Bedeutung für die Gegenwart herauszuarbeiten“, so Wiesemann. Heute ist Haarlammert außerdem geistlicher Begleiter, Exerzitienleiter und Ratgeber der beiden Speyerer Frauenklöster St. Dominikus und St. Magdalena.
Dr. Peter Kern, 79, Limburgerhof: In ökumenischer Verbundeheit wurde mit dem früheren Bürgermeister von Limburgerhof ein protestantischer Christ ausgezeichnet. „Sie haben sich in herausragender Weise um den verbindenden christlichen Glauben wie auch um die katholische Kirche verdient gemacht: durch Ihre intensive Beschäftigung mit Alfred Delp“, wandte sich Bischof Wiesemann an Peter Kern. Wie Delp sei auch Kern in einer Familie groß geworden, in der beide christliche Konfessionen das Familienleben prägten. Seit 2017 führt Kern die Alfred-Delp-Gesellschaft, die sich zum Ziel setzt, die Erinnerung an den 1945 durch die Nationalsozialisten ermordeten Jesuitenpater zu bewahren, seine Arbeit zu erforschen und auf seine Seligsprechung hinzuwirken. Für Kern ist Alfred Delp ein Vorbild in Sachen Glaubwürdigkeit und Standhaftigkeit sowie in der Frage der Einheit der chrislichen Kirchen. Peter Kern hält Kontakt zu Delp-Experten in aller Welt und könne selbst als "einer der besten Delp-Kenner bezeichnet werden".
Text: der Pilger/hm, Fotos: Klaus Landry
Gruppenfoto: Klaus Haarlammert, Marlies Kohnle-Gros, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Dr. Peter Kern und Michael Garthe bei der Preisverleihung im Priesterseminar St. German (v.l.n.r.)
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