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Würzburg: B`Rock Orchestra, Olga Pashchenko und Andreas Staier

verleihen dem Staatsempfang zum 105. Mozartfest am 17.06.2026 ganz besonderen musikalischen Glanz

Das renommierte belgische B´Rock Orchestra präsentierte gemeinsam mit den Solisten Olga Pashchenko (Cembalo und Fortepiano) und Andreas Staier (Fortepiano) beim diesjährigen 105. Mozartfest Würzburg einen Abend der Extraklasse.

Der Kaisersaal der Würzburger Residenz bot den perfekten barocken Rahmen für dieses musikalische Gipfeltreffen, bei dem das Spitzenensemble und die Tastenvirtuosen mit einem faszinierenden Programm und auf begeisternde Weise die Brücke zwischen barocken Wurzeln und der Wiener Klassik schlug.

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Copyright © Peter Schuhmann

Olga Pashchenko (Cembalo) mit Tami Krausz (Flöte) und dem Violinisten Evgeny Sviridov sowie weiteren Mitgliedern des B´Rock Orchestra

Der Abend, der von enormer Spielfreude und Brillanz geprägt war, begann mit Johann Sebastian Bachs (1685-1750) Brandenburgischen Konzert Nr. 5 für Cembalo, Flöte, Violine und Orchester BWV 1050 (verm. 1717). Feinstes, dynamisches Spiel zog die Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich direkt in die Entstehungszeit des Werkes entführt fühlen durften, in den Bann. Beschwingt und in äußerst harmonischem Zusammenspiel begann die Konzerveranstaltung, bei der die Musik wie eine erfrischende Brise durch die Residenz zog. Die Solistinnen Olga Pashchenko (Cembalo), die zudem eine atemberaubend kunstvolle Kadenz spielte, und Tami Krausz (Flöte) ließen zusammen mit dem Violinisten und Konzertmeister Evgeny Sviridov und dem Tutti diese barocke Komposition auf bemerkenswerte Weise aufleben. Scheinbar mühelos und das Instrument ganz und gar nicht museal wirken lassend, hob die Tastenvirtuosin Olga Pashchenko die Cembaloklänge auf ein unerreichbar scheinend hohes Niveau - packend.

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Danach folgte das Konzert für Cembalo, Fortepiano und Orchester Es-Dur Wq 47 (1788) von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), bei dem die beiden Tasteninstrumente in einen faszinierenden Dialog traten - von Olga Pashchenko und Andreas Staier in brillanter Präszision und mit mitreißender Spielfreude ausgeführt. Temporeich ließen sie musikalische Funken sprühen, wunderbar umgesetzte, feinste dynamische Kontraste und fesselnde Solo-Tutti-Wechsel erklangen und sie hinterließen einen Nachhall im prunkvollen Festsaal und in den Ohren und Köpfen der Gäste. Spätestens hier zeigte sich überdeutlich, dass die Musikerinnen und Musiker, die auf historisch informierte Aufführungspraxis spezialisiert sind, als B´Rock Orchestra, dem Anspruch, alte Musik zu verjüngen, mehr als gerecht wurden.

Nach der Pause erklang von Wolfgang Amadé Mozart (1765-1791) das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 17 G-Dur KV 453 (1784) mit Andreas Staiers virtuosem Spiel am Fortepiano. Solistisch oder in einem feinen, lebendigen Dialog voller Poesie mit dem Orchester, gerade auch mit den Blechbläsern entstanden kunstvolle, nuancenreiche musikalische Eindrücke, die nur für den Moment erklangen und doch bleibenden Eindruck hinterlassen. Dazu verblüfften die kunstvollen Kadenzen, die Andreas Staier spielte, die Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder aufs Neue.

Den krönenden Abschluss bildete Joseph Haydns Sinfonie Nr. 98 B-Dur Hob. I.98 (1791/92), bei der sich Transparenz und federnde Leichtigkeit von Haydns feinsinniger Komposition mit einer erstaunlichen Klangfülle und Intensität abwechselten und auch mit Pauken und Trompeten und Blechbläsern immer ein akzentuiertes Spiel voller Akkuratesse dieses internationalen Spitzenorchesters die Hörer zum Staunen einlud. Die Uraufführung der Sinfonie in London am 2. März 1792 im Rahmen der „Solomon-Concerts“, benannt nach dem Londoner Konzertveranstalter Johann Peter Salomon, war ein solcher Erfolg, dass für das Publikum der erste und der letzte Satz wiederholt werden mussten.

Dem glanzvollen Konzert, gemäß dem diesjährigen Festivalmotto „Beschworene Schönheit: Idol Mozart“, für das das Publikum mit langanhaltendem Applaus dankte, schloss sich der Empfang der Bayerischen Staatsregierung an.

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Judith Gerlach (Foto), Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, als Vertreterin des Freistaats, der das Festival selbst mit beträchtlichen Mitteln unterstützt, betonte zuvor in ihrer an alle Gäste gerichteten Rede, das Mozartfest gehöre zu einem der Höhepunkte des Freistaats.

Zudem dankte Ministerin Judith Gerlach Evelyn Meining, der Intendantin des Mozartfests Würzburg und auch der Unterstützerin Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken dafür, dass sich das Mozartfest durch „höchste künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz“ auszeichne. Zudem sagte Ministerin Gerlach auch im Hinblick auf das Festivalmotto, die Komponisten seien Idole, die „verbinden und inspirieren“, dass Musik „echte Aufmerksamkeit“ schaffe und auch, dass Kultur Teil der Lebensqualität sei.

Der Staatsempfang beim Mozartfest Würzburg ist ein wichtiger Treffpunkt für Musikliebhaber und Kulturfreunde, aber auch ein Ort für Begegnung, die eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt - auch mit den vielen Persönlichkeiten, die das Festival auf mannigfaltige Weise fördern.

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v.l.: Martin Heilig, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken, Sandra Vorlová, Erste Bürgermeisterin, Staatsministerin Judih Gerlach, Landtagsabgeordneter Patrick Friedl, Bezirkstagspräsident Stefan Funk, Bischof Dr. Franz Jung, Domkapitular Jürgen Vorndran

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v.l.: Evelyn Meinig, Intendantin des Mozartfest Würzburg mit Dr. Anja Weisgerber, Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Kulturaussschuss, einer weiteren Unterstützerin des Mozartfestivals, einem der bedeutendsten Klassikfestivals Europas

Das Mozartfest Würzburg bietet noch bis zum 28. Juni 2026 neben Residenz-Konzerten auch musikalische Perlen an weiteren für Klassik-Konzerte üblichen sowie auch eher ungewöhnlichen Orten in der Stadt Würzburg oder im Umland an.

Das Kartenbüro ist von Montag - Samstag von 10-14 Uhr erreichbar unter +49 (0) 931 37 23 36 bzw. unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Weitere Informationen zu den Terminen, Tickets/Ticketbestellung, Konzertprogrammen und Künstlerinnen und Künstlern unter: www.mozartfest.de

Text: Diana Rasch und Elisabeth Rasch
Fotos: Peter Schuhmann, Diana Rasch

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