Trotz sinkender Neuzulassungen im gewerblichen Bereich sorgt die private Nachfrage für stabile Verkaufszahlen und Rekorde bei Übernachtungen und Umsätzen.
Neuzulassungen leicht rückläufig
Zwischen Januar und Juli 2025 wurden in Deutschland 65.289 neue Freizeitfahrzeuge zugelassen – ein Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptursache für das rückläufige Gesamtergebnis ist die schwächere Entwicklung im gewerblichen Bereich. Gewerbliche Anbieter reduzierten ihre Investitionen in Mietflotten aufgrund eines temporären Überangebots an Fahrzeugen. Während die Zahl der neu zugelassenen Caravans mit 13.462 Einheiten rund 10 Prozent unter dem Vorjahreswert lag, verzeichnete die Reisemobilsparte mit 51.827 Neuzulassungen nur ein leichtes Minus von 1,7 Prozent. Besonders bemerkenswert: 32.760 dieser Fahrzeuge gingen an private Halter – ein Plus von fast 10 Prozent.Gebrauchtmarkt boomt weiter
Die Begeisterung fürs Caravaning zeigt sich auch im Gebrauchtmarkt: Bis Ende Juli wechselten 121.096 Freizeitfahrzeuge den Besitzer – ein Anstieg um 3,8 Prozent. Besonders die Reisemobile waren gefragt, hier stieg die Zahl der Besitzumschreibungen um 4,7 Prozent.Rekorde im Caravaning-Tourismus
Laut einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) wurden 2024 so viele Übernachtungen wie nie zuvor auf deutschen Campingplätzen registriert: Rund 55 Millionen Gästeübernachtungen bedeuten einen neuen Höchststand. Hinzu kommen weitere 19 Millionen Übernachtungen außerhalb klassischer Campingplätze. Auch wirtschaftlich ist der Trend beachtlich: Caravaning-Reisende generierten 2024 touristische Umsätze von 20,8 Milliarden Euro – ein Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2023. Etwa 7,2 Milliarden Euro davon verblieben direkt in den Regionen und stärken dort die lokale Wirtschaft.EU-Führerscheinreform stärkt die Branche
Ein zusätzlicher Impuls für die Branche kommt von der EU-Führerscheinreform: Das zulässige Gesamtgewicht für Inhaber eines B-Führerscheins wird bei Reisemobilen künftig auf 4,25 Tonnen angehoben. Diese Sonderregelung soll noch mehr Menschen den Zugang zu Caravaning-Reisen erleichtern.Der Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD) vertritt seit 1962 die Interessen der deutschen Caravaningbranche. Mit über 20 Millionen Übernachtungen und Milliardenumsätzen gilt Caravaning als wichtiger Wirtschaftsfaktor und wachsender Trend im Deutschlandtourismus. Die weltweit größte Messe der Branche – der CARAVAN SALON in Düsseldorf – setzt dabei regelmäßig Impulse für neue Technologien und Reiseformen.




































