Rhein-Neckar-Kreis: Projekt FREIRÄUME zwischen erfolgreichem Rückblick und klarem Kurs für 2026
Multifunktionale Treffpunkte für Arbeit, Begegnung und Kultur: Das Projekt FREIRÄUME im Rhein-Neckar-Kreis blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück – und stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft.
Das von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises koordinierte Projekt FREIRÄUME hat sich 2025 als innovatives Modell für lebendige Innenstädte und neue Formen des Arbeitens etabliert. In Eberbach, Meckesheim und Neckargemünd entstehen smarte, flexible Räume, die von Unternehmen, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen gleichermaßen genutzt werden – und dabei weit mehr leisten als klassisches Coworking.
Eberbach: Neue Räume, neue Nutzungsideen
In Eberbach wurde das Angebot 2025 neu ausgerichtet. Nachdem die Pilot-Immobilie am Neuen Markt aus Kostengründen aufgegeben werden musste, entstand in der Kellereistraße 23 ein neuer, bedarfsgerecht gestalteter Meetingraum. Dieser wird seither intensiv genutzt – vom Gemeinderat über die Volkshochschule bis hin zu Vereinen wie VdK oder Rheumaliga. Workshops, Sitzungen und Veranstaltungen zeigen, wie groß der Bedarf an niedrigschwelligen, gut ausgestatteten Räumen ist.
Für 2026 steht hier die Verstetigung im Fokus. Ergänzend sollen Mobilitäts- und Freizeitangebote wie buchbare Radboxen oder ein smarter Ausleihschrank für Freizeitbedarf hinzukommen und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter erhöhen.
Meckesheim-Mönchzell: Eröffnung fest für 2026 geplant
In Meckesheim-Mönchzell wird der Emporensaal der Lobbachhalle zu einem modernen, multifunktionalen Treffpunkt umgebaut. Künftig sollen hier Meetings, Kurse und Vereinsaktivitäten stattfinden, ergänzt durch Coworking-Arbeitsplätze in einem separaten Raum. Nach einer intensiven Planungsphase ist die Ausstattung weitgehend abgeschlossen – die Eröffnung ist für das kommende Jahr fest eingeplant.
Neckargemünd: Villa Menzer als lebendiger Mittelpunkt
Als besonders erfolgreich gilt der FREIRÄUME-Standort in Neckargemünd. In der Villa Menzer haben sich feste Arbeitsplätze ebenso etabliert wie regelmäßige Nutzungen durch Unternehmen, Agenturen, Hebammen oder Vereine. Formate wie Familiencafé, Coachings, Mitgliederversammlungen oder Ausstellungen sind fester Bestandteil des Programms geworden.
Mit einer neuen Website samt Veranstaltungskalender sowie smarten Telefon- und Infoboxen wurde das Angebot weiter professionalisiert. Veranstaltungen wie der „Maustüröffnertag“ oder der „Villa-Menzer-Sonntag“ haben eindrucksvoll gezeigt, wie gut die Räume in der Stadtgesellschaft angenommen werden.
Ausblick 2026: Freizeit, Geschichte und Nachhaltigkeit
Im Jahr 2026 soll das Angebot in Neckargemünd weiter wachsen. Geplant ist unter anderem eine „Weitersehen“-Station mit digitalem Rundgang durch die Villa Menzer, der die Geschichte des Hauses erlebbar macht. Zudem ist ein smarter Ausleihschrank im Menzer Park vorgesehen – bestückt mit Picknickdecken, Frisbeescheiben und weiteren Utensilien für die Mittagspause oder den spontanen Ausflug.
„Allmählich hat sich eine richtige Gemeinschaft in und um die FREIRÄUME gebildet“, sagt Projektleiterin Sarah Reisinger von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises. Sommerfeste, Netzwerkfrühstücke, offene Mittagspausen oder Afterwork-Formate bringen Menschen gezielt in die Innenstädte – und lassen neue Ideen, Projekte, sogar Unternehmen und Vereine entstehen.
Ein Modell mit Vorbildcharakter
Dass es mit den FREIRÄUMEN weitergehen soll, steht für alle Beteiligten außer Frage. Der Fokus liegt nun klar auf der nachhaltigen Sicherung der Angebote. Gleichzeitig stößt das Projekt auch über die Region hinaus auf Interesse: In mehreren Informationsveranstaltungen hat Projektleiterin Sarah Reisinger bereits Erfahrungswerte – etwa zum digitalen Buchungssystem – an andere Kommunen weitergegeben. Weitere Termine sollen folgen.
Informationen zum Projekt FREIRÄUME gibt es unter www.deinfoerderprojekt.de/freiraeume.
(Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis)