Ludwigshafen: Polizei kontrolliert Messerverbot im öffentlichen Nahverkehr
An der Haltestelle Berliner Platz führte die Polizei Ludwigshafen eine Kontrollaktion zum landesweiten Waffen- und Messerverbot im ÖPNV durch – mit überwiegend positivem Echo aus der Bevölkerung.
Hintergrund: Landesweites Verbot seit September
Um Fahrgäste besser zu schützen und das Sicherheitsgefühl in Bus und Bahn zu stärken, hat der rheinland-pfälzische Ministerrat im September 2025 das Mitführen von Waffen und Messern in allen Verkehrsmitteln und Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs untersagt. Das Verbot gilt flächendeckend für Rheinland-Pfalz.
Kontrollaktion am Berliner Platz
Am Mittwochabend (10.12.2025) kontrollierten Beamtinnen und Beamte der Polizei Ludwigshafen – unterstützt durch Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik – zwischen 18 und 19 Uhr mehrere Bus- und Straßenbahnfahrgäste an der Haltestelle Berliner Platz. Ziel war nicht nur die Einhaltung der neuen Regeln, sondern auch die Sensibilisierung der Fahrgäste.
Von insgesamt 36 kontrollierten Personen führten zwei Männer ein Messer bei sich. In beiden Fällen handelte es sich um Handwerker, die berufsbedingt Cuttermesser beziehungsweise Werkzeuge im Rahmen ihrer Tätigkeit nutzten. Die Polizei führte mit ihnen aufklärende Gespräche; Anzeigen wurden nicht erstattet.
Positive Resonanz – weitere Kontrollen angekündigt
Verstöße gegen die Landesverordnung können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Die Polizei Ludwigshafen bewertet die Kontrollmaßnahme als erfolgreich: Sowohl kontrollierte Personen als auch unbeteiligte Passanten reagierten laut Polizeiangaben überwiegend positiv.
Künftige Kontrollen seien bereits geplant und sollen weiterhin zur Erhöhung der Sicherheit im ÖPNV beitragen.