Nach zwei mutmaßlich politisch motivierten Taten gegen Regenbogen-Symbole ermittelt der Staatsschutz in Mörfelden-Walldorf wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung.
In Mörfelden-Walldorf beschäftigt sich der polizeiliche Staatsschutz mit zwei Vorfällen, bei denen Regenbogen-Symbole beschädigt wurden. Wie das Polizeipräsidium Südhessen mitteilt, wurde in der Nacht zum Dienstag, 19. Mai 2026, eine vor dem Rathaus in der Westendstraße gehisste Regenbogenfahne von Unbekannten vom Mast gerissen.
Die Fahne wurde später angebrannt in einem Mülleimer entdeckt.
Zudem registrierte die Polizei eine weitere Sachbeschädigung in der Okrifteler Straße. Dort wurde zwischen Montagmorgen, 18. Mai 2026, und Donnerstagnachmittag, 21. Mai 2026, eine auf einer Graffiti-Wand dargestellte Regenbogenfahne mit schwarzer Farbe übermalt.
Nach bisherigen Erkenntnissen prüfen die Ermittler derzeit, ob zwischen beiden Taten ein Zusammenhang besteht.
Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Südhessen führt Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Zeugen oder Passanten, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06151/969-0 bei der Polizei zu melden.