Karlsruhe: Autofahrer sorgt auf Rheinbrücke für gefährliche Situationen und flüchtet zu Fuß

Karlsruhe: Autofahrer sorgt auf Rheinbrücke für gefährliche Situationen und flüchtet zu Fuß

 

Ein 34-jähriger Mann hat am Dienstag auf der Rheinbrücke bei Karlsruhe mit seiner Fahrweise zahlreiche Verkehrsteilnehmer gefährdet. Anschließend stellte er sein Fahrzeug quer auf der Fahrbahn ab und flüchtete zu Fuß.

Ein außergewöhnlicher Polizeieinsatz hat sich am Dienstagvormittag, 17. Juni 2026, auf der Bundesstraße 10 im Bereich der Rheinbrücke ereignet. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe fiel ein 34-jähriger Fahrer eines schwarzen Opel Astra mit Ludwigshafener Kennzeichen durch eine äußerst riskante Fahrweise auf.

Der Mann war gegen 9:30 Uhr aus Richtung Rheinland-Pfalz kommend unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen überholte er mehrere Fahrzeuge mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit verbotswidrig rechts und nutzte teilweise die Zwischenräume parallel fahrender Fahrzeuge, um schneller voranzukommen.

Fahrzeug quer auf der Fahrbahn abgestellt

Aufgrund des stockenden Verkehrs auf der Rheinbrücke musste der Fahrer schließlich abbremsen. Im weiteren Verlauf stellte er seinen Opel quer auf dem mittleren und linken Fahrstreifen ab.

Anschließend verließ er das Fahrzeug und überquerte die stark befahrene Bundesstraße zu Fuß. Dabei mussten mehrere Verkehrsteilnehmer offenbar stark abbremsen oder ausweichen, um Zusammenstöße zu vermeiden.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es glücklicherweise zu keinem Verkehrsunfall.

Festnahme nach Verfolgung

Polizeibeamte konnten den 34-Jährigen wenig später auf einem nahegelegenen Fabrikgelände ausfindig machen und festnehmen.

Bei der Festnahme leistete der Mann erheblichen Widerstand. Drei Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt.

Im Verlauf des Einsatzes ergaben sich Hinweise darauf, dass sich der Mann in einer akuten psychischen Ausnahmesituation befunden haben könnte. Er wurde anschließend in eine Fachklinik gebracht.

Polizei sucht weitere Zeugen

Das Polizeirevier Karlsruhe-West bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden oder den Vorfall beobachtet haben, sich zu melden.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 0721/666-3611 entgegengenommen.

Die Ermittlungen dauern an.

Hinweis: Für Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung. Personen, die durch die geschilderte Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich zeitnah bei der Polizei zu melden, um die Ermittlungen zu unterstützen.