Speyer: Falsche Polizistin bringt Seniorin um ihren Schmuck

Speyer: Falsche Polizistin bringt Seniorin um ihren Schmuck

 

Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte in Speyer eine Seniorin um ihren Schmuck gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon als Sicherheitsmitarbeiter und Polizeibeamtin aus.

Eine Seniorin aus Speyer ist am Donnerstag, 19. Juni 2026, Opfer einer raffiniert vorbereiteten Betrugsmasche geworden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz meldete sich gegen 10 Uhr zunächst ein angeblicher Sicherheitsmitarbeiter telefonisch bei der Frau.

Der Anrufer behauptete, die Seniorin habe Falschgeld in ihrem Besitz. Kurz darauf nahm eine weitere Person Kontakt auf und gab sich als Kriminalbeamtin der Polizeiinspektion Speyer aus.

Unter diesem Vorwand wurde die Frau dazu gebracht, zwei unbekannten Männern Zutritt zu ihrem Wohnanwesen im Bereich des Bussardwegs zu gewähren.

Die Täter nutzten die Situation aus und entwendeten Schmuck. Anschließend verließen sie das Anwesen und flüchteten unerkannt.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden insbesondere Zeugen, die am Morgen des 19. Juni verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Bussardwegs beobachtet haben.

Die beiden Tatverdächtigen werden als etwa 28 bis 35 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß beschrieben. Beide sollen dunkle kurze Haare getragen haben und mit einem hellen T-Shirt sowie einer dunklen Hose bekleidet gewesen sein. Einer der Männer trug zusätzlich eine Kappe und eine Brille.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621 / 963-23312 entgegen. Zudem können Hinweise per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. übermittelt werden.

Polizei warnt vor falschen Amtspersonen

Die Polizei weist erneut darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung abholen. Auch werden Bürgerinnen und Bürger nicht unter der Notrufnummer 110 angerufen.

Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und selbstständig die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren.

Hinweis der Redaktion: Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf und geben Sie niemals persönliche Daten, Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen heraus. Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen. Im Zweifel gilt: Notruf 110 wählen oder direkt bei der örtlichen Polizei nachfragen.