Speyer: 89-Jähriger nach Schockanruf fast um Ersparnisse gebracht – Abholer festgenommen

Speyer: 89-Jähriger nach Schockanruf fast um Ersparnisse gebracht – Abholer festgenommen

Speyer: 89-Jähriger nach Schockanruf fast um Ersparnisse gebracht – Abholer festgenommen

Ein 89-Jähriger aus Speyer sollte nach einem fingierten Notruf Geld und Schmuck übergeben. Die Polizei nahm einen 25-Jährigen beim Abholversuch fest.

Wie die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am 23.02.2026 um 13:48 Uhr mitteilten, wurde ein 89-jähriger Mann aus Speyer am 19.02.2026 Opfer eines sogenannten Schockanrufs.

Ein bislang unbekannter Anrufer teilte dem Senior telefonisch mit, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Unter diesem Vorwand wurde der 89-Jährige aufgefordert, Schmuck und Bargeld als angebliche Kaution an einen Abholer zu übergeben.

Als ein 25-Jähriger gegen 18:30 Uhr erschien, um die Wertgegenstände entgegenzunehmen, griffen Einsatzkräfte ein. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, die Übergabe verhindert.

Der Tatverdächtige wurde am 20.02.2026 dem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erließ dieser Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten sowie zur Identität des Anrufers dauern an.

Unterstützung für Betroffene

Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich an die Opferschutzberatung unter der Telefonnummer 0621 963 21160 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung und Informationen zu weiteren Hilfsangeboten.

Zur Prävention von Betrugsdelikten bietet die Polizei zudem eine Telefonhotline unter 0621 963 21177 an. Diese ist montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr sowie freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar. Weitere Informationen sind online unter s.rlp.de/93 sowie www.polizei-beratung.de abrufbar.

Leserhinweis: Die Polizei fordert niemals telefonisch zur Übergabe von Geld oder Wertsachen auf. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Wählen Sie im Zweifel selbstständig die 110.