Speyer: 111 Menschen wollen 111 Tonnen bewegen – Weltrekord-Idee zum Brezelfest
Beim Speyerer Brezelfest soll ein außergewöhnlicher Rekordversuch gelingen: 111 Menschen wollen eine 111 Tonnen schwere Lokomotive 111 Meter weit ziehen.
Was entsteht, wenn exakt 111 Menschen an einem Strang ziehen? Im besten Fall ein Weltrekord – und ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und Teamgeist. Genau das ist die Idee hinter einem außergewöhnlichen Vorhaben anlässlich des Speyerer Brezelfestes.
Geplant ist, eine 111 Tonnen schwere Lokomotive mit angekoppelten Waggons ausschließlich durch Muskelkraft über eine Strecke von 111 Metern zu bewegen. Der Rekordversuch soll auf den Gleisen des Technik Museums Speyer stattfinden – direkt neben der Festwiese des Brezelfestes. Der Zug wird dabei vollständig kontrolliert und ohne motorische Unterstützung bewegt.
Kein Motor, keine Hilfsmittel
Das Besondere an dem Projekt: Es kommen weder Motoren noch externe Technik oder zusätzliche Hilfsmittel zum Einsatz. Die Lokomotive soll allein durch die koordinierte Kraft von 111 Menschen gezogen werden.
Uwe Wöhlert, Vorsitzender des Verkehrsvereins, betont die symbolische Dimension des Vorhabens. Eine einzelne Person könne diese Last nicht bewegen. Doch wenn 111 Menschen im gleichen Rhythmus arbeiten, sich aufeinander verlassen und gemeinsam durchhalten, sei Erstaunliches möglich.
Auch Andreas Hemmer, Leiter des Technik Museums Speyer, sieht in dem Moment, in dem sich die Lokomotive erstmals in Bewegung setzt, einen besonderen Augenblick. Dann werde deutlich, dass es nicht um einzelne Kräfte gehe, sondern um gemeinschaftliches Handeln.
Symbolik der Zahl 111
Die Zahl 111 zieht sich bewusst durch das gesamte Projekt. Sie steht symbolisch für Einheit und gemeinsamen Takt – viele Individuen, ein Ziel, eine Bewegung. Der geplante Rekord soll damit mehr sein als eine spektakuläre Aktion zum Brezelfest. Er versteht sich als Botschaft: Wenn Menschen zusammenarbeiten und an ein gemeinsames Ziel glauben, lässt sich selbst scheinbar Unmögliches bewegen.