Römerberg: Ermittlungen zum tödlichen Falschfahr-Unfall auf der B9 abgeschlossen

Römerberg: Ermittlungen zum tödlichen Falschfahr-Unfall auf der B9 abgeschlossen

Römerberg: Ermittlungen zum tödlichen Falschfahr-Unfall auf der B9 abgeschlossen

Nach dem tragischen Frontalzusammenstoß im August steht fest: Orientierungslosigkeit und Verwirrung führten zur Falschfahrt einer 64-jährigen Autofahrerin – drei Menschen verloren ihr Leben, eine junge Frau wurde schwer verletzt.

Hintergrund des Unfalls

Am Abend des 16. August 2025 kam es gegen 23:38 Uhr auf der Bundesstraße 9 bei Römerberg zu einem tragischen Verkehrsunfall infolge einer Falschfahrt. Eine 64-jährige Autofahrerin aus dem Großraum Bretten war entgegen der Fahrtrichtung unterwegs und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Bei dem Aufprall kamen die Unfallverursacherin sowie zwei junge Insassen des anderen Wagens im Alter von 21 und 24 Jahren ums Leben. Eine 20-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt.

Ermittlungsergebnisse

Die Polizei konnte den Verlauf der Irrfahrt nur teilweise rekonstruieren. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich die 64-Jährige auf dem Heimweg von Speyer verfahren und irrte über einen längeren Zeitraum in der Region umher. Kurz vor der Falschfahrt wurde sie in Germersheim gesehen, wo sie laut Zeugenaussagen einen „verwirrten Eindruck“ machte. Nach Einschätzung der Ermittler führten Orientierungslosigkeit und Stress, verstärkt durch die Dunkelheit, schließlich dazu, dass die Frau versehentlich in falscher Richtung auf die B35 und anschließend auf die B9 auffuhr.

Keine Hinweise auf Vorsatz

Eine suizidale Absicht der Fahrerin konnte nach Abschluss der Ermittlungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die Polizei geht von einem tragischen Fehlverhalten infolge Überforderung aus.
Fakten zur Meldung:
Datum/Uhrzeit: Unfall am 16.08.2025, 23:38 Uhr / Mitteilung am 12.11.2025, 15:36 Uhr
Ort: Bundesstraße B9, Höhe Römerberg
Beteiligte: 64-jährige Fahrerin (verstorben), drei Insassen im zweiten Fahrzeug (zwei verstorben, eine schwer verletzt)
Ursache: Falschfahrt infolge Orientierungslosigkeit und Verwirrung
Quelle: Polizeidirektion Ludwigshafen (POL-PDLU), laut Polizei
Hinweisbox – Prävention bei Falschfahrten:
Wer auf Autobahnen oder Schnellstraßen die Orientierung verliert, sollte sofort den nächsten sicheren Haltepunkt ansteuern – etwa eine Raststätte oder Ausfahrt – und die Polizei über den Notruf 110 informieren. Beim Hören einer Falschfahrerwarnung im Radio: Geschwindigkeit reduzieren, rechts fahren, nicht überholen und auf dem Standstreifen anhalten.