Ein privater Umzug nach Portugal endete am Dienstagabend vorerst auf einem Firmengelände in Schifferstadt. Die Polizei untersagte einem Sattelzug die Weiterfahrt, nachdem erhebliche Mängel bei der Ladungssicherung festgestellt worden waren.
Ausgangspunkt des Einsatzes war ein Hinweis eines aufmerksamen Zeugen, der der Polizei einen offensichtlich chaotischen Ladevorgang in einem Wohngebiet in der Gottlieb-Daimler-Straße meldete. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Schifferstadt überprüften daraufhin den Sattelzug vor Ort.
Nach den bisherigen Feststellungen sollte der Lastzug für einen privaten Umzug nach Portugal genutzt werden. Während ein aufgeladener Kleinwagen sowie ein Motorrad ordnungsgemäß gesichert waren, bot sich auf der übrigen Ladefläche ein völlig anderes Bild.
Tonnenweise Hausrat ungesichert transportiert
Nach Angaben der Polizei waren große Mengen an Möbeln, Kartons und weiterem Hausrat ohne ausreichende Sicherung auf der Ladefläche gestapelt. Die Beamten leiteten den Sattelzug daraufhin in ein nahegelegenes Industriegebiet, um die Ladung genauer zu kontrollieren.
Bereits beim Öffnen der Plane fielen erste Gegenstände von der Ladefläche. Die Polizei stufte den Transport deshalb als erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr ein und untersagte die Weiterfahrt.
Zur Gefahrenabwehr stellten die Einsatzkräfte den Führerschein des Fahrers sowie die Fahrzeugpapiere sicher. Der Sattelzug darf seine Fahrt erst dann fortsetzen, wenn die komplette Ladung fachgerecht umgeladen und ordnungsgemäß gesichert wurde.
Hinweis der Polizei: Eine mangelhafte Ladungssicherung stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Bereits bei normalen Brems- oder Ausweichmanövern können ungesicherte Gegenstände verrutschen oder vom Fahrzeug fallen und schwere Unfälle verursachen.
Leserhinweis: Wer Umzüge oder Transporte selbst organisiert, sollte auf eine fachgerechte Ladungssicherung achten. Schwere Gegenstände müssen form- oder kraftschlüssig gesichert werden. Im Zweifel empfiehlt sich die Beratung durch Fachbetriebe oder Speditionen, um Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.