Im gesamten Bereich der Vorder- und Südpfalz registriert die Polizei derzeit vermehrt betrügerische Anrufe. Die Täter geben sich als Angehörige, Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus und versuchen, an Geld und Wertsachen zu gelangen.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz warnt aktuell vor einer Häufung von Telefonbetrugsfällen in der Vorder- und Südpfalz. Nach Angaben der Ermittler setzen die Täter unterschiedliche Maschen ein, verfolgen jedoch stets dasselbe Ziel: Sie wollen ihre Opfer dazu bringen, Bargeld oder Wertgegenstände zu übergeben oder hohe Geldsummen zu überweisen.
Die Kriminellen gehen dabei äußerst professionell vor und passen ihre Geschichten ständig an. Durch geschickte Gesprächsführung setzen sie ihre Opfer unter Druck und erzeugen Angst oder Zeitdruck.
Vielfältige Betrugsmaschen im Umlauf
Besonders häufig registriert die Polizei derzeit sogenannte Schockanrufe. Dabei behaupten die Täter beispielsweise, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und benötige dringend Geld, um eine angebliche Haftstrafe oder andere Konsequenzen abzuwenden.
Ebenfalls verbreitet sind Anrufe falscher Polizeibeamter. Die Betrüger behaupten dabei, Einbrecher seien in der Nachbarschaft aktiv und Wertgegenstände müssten zur Sicherheit von der Polizei verwahrt werden. Anschließend erscheint ein angeblicher Polizeibeamter zur Abholung von Geld oder Schmuck.
Weitere bekannte Maschen sind der Enkeltrick, falsche Gewinnversprechen, angebliche Notare oder Staatsanwälte sowie Betrüger, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und Zugriff auf Computer oder persönliche Daten erlangen wollen.
Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe
Die Polizei appelliert ausdrücklich an die Bevölkerung, bei verdächtigen Situationen nicht wegzuschauen. Besonders Mitarbeiter von Banken, Taxifahrer oder andere Personen, die ungewöhnliche Geldabhebungen oder auffällige Verhaltensweisen bemerken, können helfen, Straftaten zu verhindern.
Wer den Verdacht hat, dass gerade ein Betrugsfall stattfindet, sollte unverzüglich die Polizei verständigen.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Die Polizei weist darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Verwahrung abholen. Ebenso werden keine Vermögensauskünfte am Telefon verlangt.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und selbstständig die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anrufer Druck ausüben, Geheimhaltung verlangen oder schnelle Entscheidungen fordern.
Wichtiger Präventionshinweis: Geben Sie niemals persönliche Daten, Kontoinformationen, Passwörter oder Angaben zu Vermögenswerten am Telefon preis. Übergeben Sie weder Bargeld noch Schmuck an unbekannte Personen. Im Zweifel legen Sie auf und wählen selbst die 110 oder die Rufnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Ein gesundes Misstrauen ist der beste Schutz vor Telefonbetrug.