Waldsee: Verdacht auf Betrug beim Autoverkauf – Polizei ermittelt
04. Januar 2026 – 09:28 Uhr
Am 30.12.2025 wollte ein 39‑Jähriger aus Waldsee seinen funktionstüchtigen Mercedes‑Kleinbus über ein Online‑Inserat verkaufen. Ein Interessent aus Frankfurt erschien zur Besichtigung und unternahm eine Probefahrt. Während dieser ließ der Verkäufer den Mann kurzzeitig allein mit dem Fahrzeug.
Kurz darauf lief der Kleinbus plötzlich nicht mehr rund. Der Interessent erklärte, es habe sich vermutlich ein Getriebeschaden ereignet, bot jedoch an, das Fahrzeug dennoch – allerdings zu einem deutlich niedrigeren Preis – zu kaufen. Der Verkäufer willigte ein und übergab den Mercedes samt Kennzeichen und Papieren mit der Vereinbarung, dass der Käufer ihn innerhalb von zwei Tagen ummelden müsse.
Am 02.01.2026 fiel das Fahrzeug in Frankfurt bei einer Verkehrskontrolle auf, da es entgegen der Absprache noch nicht umgemeldet worden war. Ermittlungen ergaben Hinweise darauf, dass der Käufer während der Probefahrt unbemerkt einen Stecker bzw. Adapter auf den OBD‑Anschluss im Fußraum gesteckt haben könnte, um eine Fehlfunktion vorzutäuschen und so den Kaufpreis zu drücken.
Der ursprüngliche Besitzer fand seinen Mercedes später im Internet wieder – nun zum Verkauf angeboten, zu einem etwa dreifach höheren Preis und mit der Beschreibung: „Motor und Getriebe laufen sehr gut“.
Wichtige Hinweise beim Fahrzeugverkauf
- Lassen Sie Interessenten bei Probefahrten niemals unbeaufsichtigt mit dem Fahrzeug.
- Übergeben Sie Kennzeichen und Fahrzeugpapiere erst nach vollständiger Kaufabwicklung.
- Halten Sie Vereinbarungen zur Ummeldung schriftlich fest und prüfen Sie deren Einhaltung.
- Bei Verdacht auf Manipulation oder Betrug sofort die Polizei informieren.