Bei der bislang größten Krisenübung der BG Klinik Ludwigshafen haben Polizei, Klinik und weitere Beteiligte das Zusammenspiel in komplexen Gefahrenlagen trainiert.
Wie funktionieren Rettung, Polizei und Klinikbetrieb im Ernstfall unter höchstem Druck? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Großübung „Get Prepared“, die am 20. Juni 2026 auf dem Gelände der BG Klinik Ludwigshafen stattfand.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz handelte es sich um die bislang größte Krisenübung der Klinik. Innerhalb von drei Stunden wurden mehrere parallel verlaufende Schadens- und Krisenszenarien simuliert und abgearbeitet.
An der Übung beteiligte sich auch die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 mit rund 20 Einsatzkräften.
Amoklage und verdächtiger Gegenstand simuliert
Für die Polizei standen insbesondere zwei anspruchsvolle Einsatzlagen im Mittelpunkt. Zum einen wurde eine Amoklage auf dem Klinikgelände geübt, zum anderen der Fund eines verdächtigen Gegenstandes.
Beide Szenarien erforderten eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Einsatzkräften sowie schnelle Entscheidungen unter realitätsnahen Bedingungen.
Die Übung stellte hohe Anforderungen an Kommunikation, Einsatzführung und die Koordination verschiedener Organisationen. Ziel war es, Abläufe zu testen und mögliche Optimierungspotenziale für den Ernstfall zu erkennen.
Zusammenarbeit als Schlüssel im Krisenfall
Nach Einschätzung der Verantwortlichen zeigte die Übung erneut die Bedeutung einer funktionierenden Vernetzung zwischen Polizei, Rettungsdiensten, Kliniken und weiteren Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.
Geübte Handlungsabläufe, klare Kommunikationswege und eingespielte Zusammenarbeit seien entscheidende Voraussetzungen, um in außergewöhnlichen Gefahrenlagen schnell und professionell handeln zu können.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun ausgewertet und in die weitere Einsatzplanung einfließen.
Hinweis der Redaktion: Großübungen wie „Get Prepared“ dienen dazu, Einsatzkräfte und kritische Einrichtungen auf außergewöhnliche Notlagen vorzubereiten. Regelmäßiges Training verbessert die Zusammenarbeit aller Beteiligten und kann im Ernstfall dazu beitragen, Menschenleben zu schützen und Schäden zu begrenzen.