Die Polizei in der Vorder- und Südpfalz hat sich an den europaweiten ROADPOL-Kontrolltagen „2 Wheelers“ beteiligt. Innerhalb einer Woche wurden über 1.000 Zweiräder kontrolliert und zahlreiche Verstöße festgestellt.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat zwischen dem 1. und 7. Juni 2026 an den europaweiten ROADPOL-Kontrolltagen „2 Wheelers“ teilgenommen. Die Aktionswoche richtete sich erstmals nicht nur an Motorradfahrer, sondern auch an Radfahrer, Pedelec-Nutzer und Fahrer von E-Scootern.
Ziel der Kontrollmaßnahmen war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle mit Zweiradfahrern zu reduzieren. Die Polizei sieht angesichts steigender Unfallzahlen einen besonderen Handlungsbedarf.
Mehr als 1.000 Fahrzeuge kontrolliert
Während der Aktionswoche kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 1.008 Fahrzeuge. Darunter befanden sich 186 motorisierte Zweiräder, 319 Fahrräder einschließlich Pedelecs sowie 503 E-Scooter.
Bei den Kontrollen stellten die Beamten insgesamt 305 Verstöße fest.
Unfallzahlen geben Anlass zur Sorge
Die aktuelle Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass insbesondere Zweiradfahrer weiterhin einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz lediglich um 0,7 Prozent anstieg, fiel die Entwicklung bei Zweirädern deutlich stärker aus.
Die Zahl der Unfälle mit Fahrrad- und Pedelecfahrern erhöhte sich um 3,7 Prozent. Bei motorisierten Zweirädern wurde ein Anstieg um 2,8 Prozent registriert. Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern aus, wo die Unfallzahlen um 87,9 Prozent zunahmen.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.128 Fahrrad- und Pedelecfahrer, 384 Fahrer motorisierter Zweiräder sowie 186 Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen verletzt. Neun Menschen kamen dabei ums Leben. Damit blieb die Zahl der Verkehrstoten auf dem Niveau des Vorjahres.
Teil eines europaweiten Netzwerks
Die Schwerpunktkontrollen sind Bestandteil der europaweiten Zusammenarbeit des Polizeinetzwerks ROADPOL. Unter dem Motto „Grenzen überschreiten, um Leben zu retten“ koordinieren Polizeibehörden verschiedener Länder gemeinsame Verkehrssicherheitsaktionen.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz ist für die Sicherheit von nahezu einer Million Menschen in der Vorder- und Südpfalz verantwortlich. Der Zuständigkeitsbereich umfasst unter anderem die Städte Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Neustadt an der Weinstraße und Landau sowie mehrere Landkreise der Region.
Die Polizei appelliert an alle Zweiradfahrer, Verkehrsregeln konsequent einzuhalten und auf eine sichere Fahrweise zu achten. Besonders bei E-Scootern, Fahrrädern und Pedelecs können schon kleine Regelverstöße zu schweren Unfällen führen.