Die Verkehrsunfallbilanz 2025 zeigt konstante Zahlen, aber mehr Verunglückte. Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei E-Scooter-Unfällen.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Ludwigshafen wurden im Jahr 2025 insgesamt 13.437 Verkehrsunfälle registriert. Damit bewegen sich die Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig stieg die Zahl der verunglückten Personen um 4,6 Prozent auf 1.842.
Elf Menschen verloren im Straßenverkehr ihr Leben, zwei mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der tödlichen Unfälle blieb hingegen mit neun Fällen unverändert.
Deutlicher Anstieg bei E-Scooter-Unfällen
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Elektrokleinstfahrzeugen. Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern hat sich nahezu verdoppelt und stieg auf 171 Fälle. Im Jahr 2024 waren es noch 87.
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel gingen dagegen auf 223 zurück. In den meisten Fällen spielte Alkohol eine Rolle, während in weiteren Fällen Drogen oder Medikamente ursächlich waren. Darunter befanden sich auch zahlreiche Unfälle unter dem Einfluss von THC.
Risikogruppen im Fokus
Bei den über 65-Jährigen sank die Zahl der Unfallbeteiligten leicht auf 3.123. In rund 72 Prozent der Fälle waren sie Hauptverursachende. Sechs Menschen aus dieser Altersgruppe kamen ums Leben.
Junge Fahrende im Alter von 18 bis 24 Jahren waren an 2.392 Unfällen beteiligt, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dagegen stieg die Zahl der Unfälle mit Kindern deutlich an. Insgesamt wurden 191 Unfälle mit Beteiligung von Kindern registriert, bei denen 177 Kinder verletzt wurden. Todesfälle gab es in dieser Gruppe wie im Vorjahr nicht.
Weitere Entwicklungen im Überblick
Auch bei motorisierten Zweirädern stiegen die Unfallzahlen auf 264 Fälle. Dabei wurde keine Person tödlich verletzt, allerdings nahm die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten zu.
Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs erhöhten sich leicht auf 770. Zwei der insgesamt elf Verkehrstoten gehörten dieser Gruppe an.
Im Schwerverkehr wurde ein Anstieg auf 1.388 Unfälle verzeichnet. Gleichzeitig sank die Unfallursache Abstand deutlich, was auf geänderte Erhebungsparameter zurückgeführt wird. Auch Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit gingen zurück.
Prävention bleibt Schwerpunkt
Die Polizei setzt weiterhin auf Prävention und Kontrollen, um Unfallzahlen zu reduzieren und Folgen zu minimieren. Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, darunter Verkehrserziehung für Kinder sowie Aufklärungsprogramme zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.
So erreichte die Jugendverkehrsschule mehrere tausend Kinder, während spezielle Präventionsangebote auch Jugendliche und ältere Verkehrsteilnehmende ansprachen. Zudem führten intensive Kontrollen dazu, dass zahlreiche Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss verhindert werden konnten.