Ludwigshafen: 25,5 Millionen Euro für Stadterneuerung und Infrastruktur
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt Ludwigshafen in den kommenden Jahren mit umfangreichen Städtebaufördermitteln. Insgesamt stehen bis 2029 rund 25,5 Millionen Euro für Stadterneuerungsprojekte bereit.
Die Stadt Ludwigshafen erhält im Rahmen des sogenannten Oberzentrenprogramms des Landes Rheinland-Pfalz zusätzliche Fördermittel für die Stadterneuerung. Insgesamt stehen für die Jahre 2026 bis 2029 rund 25,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Programm dient der Stärkung der Investitionsfähigkeit der Oberzentren und großen Mittelzentren im Land. Die Fördermittel stammen aus den Bund-Länder-Programmen „Sozialer Zusammenhalt – Soziale Stadt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ der Städtebauförderung.
Der entsprechende Förderbescheid wurde mit Schreiben des rheinland-pfälzischen Innenministers vom 25. Februar 2026 erteilt.
Investitionen in mehrere Stadtteile
Mit den Mitteln sollen verschiedene Stadterneuerungsgebiete weiterentwickelt werden. Dazu gehören insbesondere die Fördergebiete „Mitte / Innenstadt“, „Dichterviertel“ und „Ortskern Rheingönheim“. Perspektivisch soll zudem der Hemshof als weiteres Stadterneuerungsgebiet hinzukommen. Für dieses Gebiet wurde im Jahr 2025 eine Bewerbung beim Land eingereicht.
Die Fördergelder ermöglichen es, bereits begonnene Projekte fortzuführen und neue Maßnahmen anzustoßen. Dazu zählen unter anderem die Sanierung und Umgestaltung des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses mit der Kinderbibliothek, die Neugestaltung des Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platzes in der Innenstadt, die Kindertagesstätte Albert Schweitzer im Dichterviertel sowie das Gemeindehaus in Rheingönheim.
Darüber hinaus sollen weitere Projekte umgesetzt werden, etwa Maßnahmen zur Begrünung öffentlicher Flächen oder Programme zur Unterstützung privater Modernisierungen.
Förderquote von bis zu 90 Prozent
Nach Angaben der Stadt können die geplanten Investitionen mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent unterstützt werden. Für Ludwigshafen bedeutet dies eine erhebliche Entlastung bei der Finanzierung wichtiger Stadtentwicklungsprojekte.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner erklärte, dass die Fördermittel einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt leisten. Ziel sei es, eine lebendige Innenstadt zu schaffen, die soziale Infrastruktur zu stärken und in allen Stadtteilen ein attraktives Wohnumfeld zu gestalten.