Nach dem tödlichen Unfall auf der A6 bei Wattenheim ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei. Eine Zwölfjährige starb, ihre Mutter wurde lebensgefährlich verletzt.
Veröffentlicht am 20. August 2026 um 16:12 Uhr | Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz
Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 6 bei Wattenheim haben die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Polizeiautobahnstation Ruchheim weitere Einzelheiten veröffentlicht.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein 43-Jähriger am Mittwoch, 19. August 2026, gegen 12 Uhr in Richtung Kaiserslautern. Sein Auto prallte auf einen vorausfahrenden Sattelzug und berührte zusätzlich einen Wagen auf dem linken Fahrstreifen.
Im Auto des 43-Jährigen saßen seine 31 Jahre alte Ehefrau und drei Kinder im Alter von drei, sechs und zwölf Jahren. Die zwölfjährige Tochter wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen starb sie an der Unfallstelle.
Die Mutter erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der 43-Jährige, die beiden Jungen sowie die 28-jährige Fahrerin des seitlich berührten Autos wurden leicht verletzt.
Die ukrainische Familie befand sich laut Polizei auf der Durchreise nach Irland. Da der Verdacht besteht, dass der Fahrer aufgrund eines Sekundenschlafs auf den Lastwagen auffuhr, wird unter anderem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Dem 43-Jährigen wurde zur Überprüfung seiner Fahrtüchtigkeit eine Blutprobe entnommen. Ein Sachverständiger soll den Unfall rekonstruieren. Der Sachschaden liegt bei rund 30.000 Euro. Die A6 blieb bis 17 Uhr gesperrt.