Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche führt die Polizei vom 15. bis 21. Juni 2026 verstärkte Kontrollen gegen Alkohol- und Drogenfahrten durch. Hintergrund sind weiterhin zahlreiche Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich vom 15. bis 21. Juni 2026 an der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche. Im Mittelpunkt stehen Alkohol- und Drogenkontrollen im Straßenverkehr. Ziel der Aktion ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Bewusstsein für die Risiken berauschender Mittel am Steuer zu schärfen.
Die Verkehrsüberwachung zählt zu den zentralen Aufgaben der Polizei. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz zeigen die aktuellen Unfallzahlen, dass Alkohol, Drogen und Medikamente weiterhin eine bedeutende Ursache schwerer Verkehrsunfälle darstellen.
Mehr als 500 Unfälle unter Einfluss berauschender Mittel
Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz insgesamt 537 Verkehrsunfälle registriert, bei denen Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich waren. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 620 Fällen.
Die Zahl der alkoholbedingten Unfälle sank von 527 auf 460 Fälle. Bei Unfällen unter Drogeneinfluss wurde ein Rückgang von 107 auf 81 Fälle verzeichnet.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Bilanz gravierend: Bei Verkehrsunfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel kamen im Jahr 2025 zwei Menschen ums Leben, 53 weitere wurden schwer verletzt.
Polizei setzt auf Kontrolle und Prävention
Nach Einschätzung der Polizei sind weitere Kontrollmaßnahmen notwendig, um die Zahl schwerer Verkehrsunfälle nachhaltig zu reduzieren. Besonders nach der Teillegalisierung von Cannabis sei es wichtig, Verkehrsteilnehmer über die weiterhin geltenden gesetzlichen Regelungen aufzuklären.
Viele Konsumenten unterschätzen laut Polizei, dass Drogen häufig deutlich länger im Körper nachweisbar sind als Alkohol und die Fahrtüchtigkeit auch noch Stunden oder Tage nach dem Konsum beeinträchtigen können.
ROADPOL-Aktionswoche in ganz Europa
Die Schwerpunktkontrollen sind Teil der europaweiten ROADPOL-Initiative. Das Netzwerk koordiniert gemeinsame Verkehrssicherheitsaktionen zahlreicher Polizeibehörden mit dem Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu senken.
Unter dem Motto „Grenzen überschreiten, um Leben zu retten“ werden während der Kontrollwoche verstärkt Fahrzeugführer überprüft und über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr informiert.
Service-Hinweis: Wer Alkohol konsumiert oder berauschende Mittel eingenommen hat, sollte grundsätzlich auf das Führen eines Fahrzeugs verzichten. Bereits geringe Mengen können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen und schwerwiegende Folgen im Straßenverkehr verursachen. Die Polizei empfiehlt, im Zweifel auf öffentliche Verkehrsmittel, Taxis oder Fahrgemeinschaften auszuweichen.