Trebur-Geinsheim: Niedrigwasser im Rhein legt Phosphorgranate aus dem Zweiten Weltkrieg frei
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Trebur-Geinsheim: Niedrigwasser im Rhein legt Phosphorgranate aus dem Zweiten Weltkrieg frei

 

Ein Spaziergänger hat am Mittwoch am Rheinufer bei Kornsand eine qualmende Phosphorgranate entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst machte den Fund unschädlich.

Trebur-Geinsheim. Das anhaltende Niedrigwasser des Rheins hat am Mittwoch, 12. August 2026, im Bereich Kornsand ein gefährliches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein gebracht. Ein Spaziergänger entdeckte gegen 1.40 Uhr am Rheinufer eine Phosphorgranate.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen lag das Kampfmittel infolge des niedrigen Wasserstandes an der Luft. Der enthaltene Phosphor reagierte mit dem Luftsauerstoff, woraufhin die Granate zu qualmen begann.

Kampfmittelräumdienst macht Granate unschädlich

Der Finder verständigte laut Polizei umgehend die Einsatzkräfte. Diese informierten anschließend den Kampfmittelräumdienst.

Die Spezialisten konnten die Phosphorgranate nach bisherigen Erkenntnissen vor Ort unschädlich machen und anschließend abtransportieren.

Polizei warnt vor weiteren Munitionsfunden

Die niedrigen Wasserstände können nach Einschätzung der Polizei dazu führen, dass derzeit vermehrt Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg an die Oberfläche gelangen.

Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte Abstand halten und umgehend die Polizei verständigen. Mögliche Kampfmittel dürfen nicht berührt, bewegt oder mitgenommen werden, sondern müssen an ihrem Fundort verbleiben.

Auch das Regierungspräsidium Darmstadt informiert über den Umgang mit Kampfmittelfunden und die Erreichbarkeit des zuständigen Kampfmittelräumdienstes.

Sicherheitshinweis: Wer am Rheinufer oder an anderer Stelle einen Gegenstand entdeckt, bei dem es sich um Munition oder ein Kampfmittel handeln könnte, sollte diesen keinesfalls berühren oder bewegen. Abstand halten, Fundstelle unverändert lassen und umgehend die Polizei verständigen. Weitere Informationen stellt das Regierungspräsidium Darmstadt unter Informationen zum Kampfmittelräumdienst bereit.