Ein 49-jähriger Falschfahrer hat in der Nacht zum Samstag, 4. Juli 2026, auf der A67 zwischen Büttelborn und dem Mönchhof-Dreieck mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Polizei stoppte die Irrfahrt nach einem gezielten Schuss auf einen Fahrzeugreifen. Eine Beamtin wurde leicht verletzt.
Gegen 2.30 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe über einen Falschfahrer auf der A67 in Höhe der Anschlussstelle Büttelborn ein. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 49-Jährige auf den Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Süden entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs und gefährdete dabei den Gegenverkehr.
Mehrere Streifenwagen des Polizeipräsidiums Südhessen nahmen umgehend die Verfolgung auf. Trotz kurzer Zwischenstopps setzte der Mann seine Fahrt immer wieder fort und entzog sich zunächst dem Zugriff der Einsatzkräfte.
Fahrzeug durch gezielten Schuss gestoppt
Zwischen der Anschlussstelle Rüsselsheim und dem Mönchhof-Dreieck kollidierte das Fahrzeug mit einer Leitplanke. Als der Fahrer gegen 3 Uhr erneut anhielt, verhinderten die Einsatzkräfte die Weiterfahrt durch einen gezielten Schuss auf den Vorderreifen des Fahrzeugs.
Der Mann versuchte anschließend zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung festgenommen werden. Bei der Festnahme erlitt eine Polizeibeamtin leichte Verletzungen.
Verdacht auf berauschende Mittel
Nach Angaben der Polizei zeigte der 49-Jährige deutliche Anzeichen dafür, unter dem Einfluss berauschender Mittel zu stehen. Zudem befand er sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand. Nach einer Blutentnahme wurde der Mann in eine Klinik eingewiesen. Sein Fahrzeug wurde sichergestellt und abgeschleppt.
Stundenlange Sperrungen auf der A67
Während des Einsatzes sowie der anschließenden Unfallaufnahme und Spurensicherung musste die A67 in Fahrtrichtung Süden bis 7.50 Uhr vollständig gesperrt werden. In Fahrtrichtung Norden war der Verkehr zeitweise nur über die Mehrzweckspur möglich.