Mit einem sogenannten Schockanruf haben Kriminelle in Babenhausen eine Seniorin um Geld und Gold im Wert von mehreren Tausend Euro gebracht. Die Polizei warnt erneut vor der perfiden Betrugsmasche.
Erneut sind Betrüger mit einem sogenannten Schockanruf erfolgreich gewesen. Wie das Polizeipräsidium Südhessen mitteilt, wurde eine Seniorin in Babenhausen am Freitag, 12. Juni 2026, Opfer der Masche.
Gegen 12 Uhr erhielt die Frau einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter. Dieser gab sich als Mitarbeiter eines Amtsgerichts aus und schilderte eine angebliche Notlage. Nach seinen Angaben sei die Tochter der Seniorin in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Die Tochter befinde sich nun im Krankenhaus.
Im Verlauf des Gesprächs setzte der Anrufer die Frau offenbar gezielt unter Druck. Schließlich übergab die Seniorin Geld und Gold im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro an einen Komplizen der Betrüger.
Der Abholer entfernte sich anschließend mit der Beute. Erst später bemerkte die Geschädigte den Betrug und verständigte die Polizei.
Kriminalpolizei ermittelt
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor dieser Form des Telefonbetrugs. Die Täter nutzen häufig erfundene Notlagen von Angehörigen, um ihre Opfer emotional unter Druck zu setzen und zu schnellen Entscheidungen zu bewegen.
So schützen Sie sich vor Schockanrufen
Die Polizei rät, am Telefon niemals persönliche Daten oder Angaben zu Vermögenswerten preiszugeben. Weder Polizei noch Gerichte fragen nach Bargeld, Schmuck oder Verstecken von Wertsachen.
Wer mit einer angeblichen Notlage von Angehörigen konfrontiert wird, sollte das Gespräch beenden und die betroffene Person oder andere Familienmitglieder direkt kontaktieren. Im Zweifel sollte umgehend die örtliche Polizei oder der Notruf 110 verständigt werden.