Darmstadt: Polizei zieht nach Schlossgrabenfest überwiegend positive Bilanz

Darmstadt: Polizei zieht nach Schlossgrabenfest überwiegend positive Bilanz

 

Trotz großer Besucherzahlen und sommerlicher Temperaturen verlief das Schlossgrabenfest in Darmstadt aus Sicht der Polizei weitgehend störungsfrei.

Nach dem Ende des Schlossgrabenfests vom 21. bis 24. Mai hat das Polizeipräsidium Südhessen eine insgesamt positive Bilanz gezogen.

Nach Angaben der Polizei verlief die Großveranstaltung trotz des hohen Besucheraufkommens und sommerlicher Temperaturen weitgehend ruhig. Die registrierten Straftaten bewegten sich demnach im üblichen Rahmen vergleichbarer Veranstaltungen.

Zu den erfassten Delikten gehörten unter anderem einzelne Diebstähle sowie vereinzelte Körperverletzungen.

Staatsschutz ermittelt nach Vorfall vor Hauptbühne

Am Sonntagabend, 24. Mai, kam es jedoch zu einem Vorfall vor der Hauptbühne am Karolinenplatz, der nun den polizeilichen Staatsschutz beschäftigt.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen dort gegen 21 Uhr zwei unbekannte Personen den Hitlergruß gezeigt und rechtsradikale Parolen gerufen haben. Mehrere Zeugen beobachteten den Vorfall und fertigten teilweise Videoaufnahmen an.

Die Ermittler bitten mögliche Zeugen oder Personen mit Bildmaterial, sich unter der Telefonnummer 06151/969-0 zu melden.

Pyrotechnischer Gegenstand gezündet

Zudem wurde am Sonntagabend ein 50-jähriger Mann vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gegen 23 Uhr vor der Hauptbühne einen pyrotechnischen Gegenstand gezündet zu haben.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Drohne unterstützte Besucherlenkung

Zur Beobachtung der Besuchersituation setzte die Polizei während des Festivals auch eine Drohne ein. Dadurch konnten größere Menschenansammlungen frühzeitig erkannt und die Besucherströme gemeinsam mit dem Veranstalter gesteuert werden.

So wurde am Sonntagabend im Bereich des Residenzschlosses ein zusätzlicher Ausgang geöffnet, um den Abfluss der Besucher zu erleichtern.

Aufgrund der hohen Temperaturen kam es außerdem zu mehreren medizinischen Hilfeleistungen. Besucher klagten laut Polizei unter anderem über Kreislaufprobleme und Erschöpfungserscheinungen.

Während des Festbetriebs kam es zudem zu leichten Verkehrsbehinderungen im Innenstadtbereich.

Bei Großveranstaltungen empfehlen Polizei und Rettungsdienste ausreichend Flüssigkeitszufuhr, gegenseitige Rücksichtnahme sowie Aufmerksamkeit in dicht gedrängten Bereichen. Verdächtige Beobachtungen sollten frühzeitig gemeldet werden.