Erbach: Polizei stoppt massiv überladenen Kleinlaster – Fahrer ohne passende Fahrerlaubnis

Erbach: Polizei stoppt massiv überladenen Kleinlaster – Fahrer ohne passende Fahrerlaubnis

Erbach: Polizei stoppt massiv überladenen Kleinlaster – Fahrer ohne passende Fahrerlaubnis

Bei Verkehrskontrollen auf der B45 hat die Polizei einen Kleinlaster mit erheblicher Überladung gestoppt. Der Fahrer muss sich nun wegen mehrerer Verstöße strafrechtlich verantworten.

Beamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen führten am Dienstag (10. März 2026) Verkehrskontrollen auf der Bundesstraße 45 bei Erbach durch. Dabei stoppten sie unter anderem einen 31-jährigen Fahrer eines Kleinlasters, dessen Fahrzeug deutlich überladen war.

Bei dem kontrollierten Fahrzeug handelte es sich um ein 5-Tonnen-Fahrgestell, das jedoch auf 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht abgelastet war. Der Kleinlaster wurde für den gewerblichen Güterverkehr eingesetzt und transportierte laut Frachtdokumenten Stückgut von Deutschland nach Polen.

Überladung von mehr als 46 Prozent

Bereits anhand der Unterlagen stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug überladen sein musste. Eine anschließende Verwiegung bestätigte den Verdacht: Der Kleinlaster brachte 5,2 Tonnen auf die Waage – erlaubt waren lediglich 3,5 Tonnen.

Damit lag eine Überladung von über 46 Prozent vor.

Plombe entfernt – weitere Verstöße festgestellt

Um eine ordnungsgemäße Umladung unter Polizeiaufsicht zu gewährleisten, versiegelten die Einsatzkräfte zunächst die Ladefläche mit einer Plombe. In der Nacht zum Mittwoch wurde diese jedoch unbefugt durchtrennt und eine Umladung ohne die Polizei durchgeführt.

Bei einer erneuten Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug bereits leer über 3,6 Tonnen wog. Dadurch änderte sich auch die Fahrzeugklassifizierung – der Fahrer verfügte für dieses Fahrzeug nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis.

Die Polizei untersagte daraufhin die Weiterfahrt. Der Kleinlaster musste verladen abtransportiert werden. Zudem stellten die Beamten die Kennzeichen sowie das Zulassungsdokument sicher.

Mehrere Verfahren eingeleitet

Der 31-Jährige muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstrickungsbruchs sowie weiterer Ordnungswidrigkeiten verantworten.

Auch gegen den verantwortlichen Spediteur wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Zur Sicherung der Verfahren behielt die Polizei Sicherheitsleistungen im mittleren vierstelligen Bereich ein.

Hinweis der Polizei: Überladene Fahrzeuge stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Sie verlängern den Bremsweg, beeinträchtigen die Fahrzeugstabilität und können zu schweren Verkehrsunfällen führen.

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen, Pressemitteilung vom 11.03.2026, 15:18 Uhr.