Wiesloch: Manuel Just zum neuen Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gewählt
Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises hat am Dienstag, 3. Februar 2026, in Wiesloch Manuel Just zum neuen Landrat gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Mai 2026 an.
Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises hat am Dienstag im Kulturzentrum Palatin in Wiesloch den neuen Landrat gewählt. Mit 72 Stimmen entschieden sich die Kreisrätinnen und Kreisräte für Kreisrat Manuel Just, der damit seine erste Amtsperiode am 1. Mai 2026 beginnt.
Der bisherige Landrat Stefan Dallinger hatte wegen seines Eintritts in den Ruhestand nicht erneut kandidiert und scheidet zum 30. April 2026 aus dem Amt aus.
Die Wahl fiel bereits im ersten Wahlgang. Zuvor hatten Manuel Just und sein Mitbewerber Ralf Frühwirt dem Gremium ihre Vorstellungen und Ideen für die künftige Amtsführung vorgestellt. Auf Frühwirt entfielen 20 Stimmen. Von den 102 wahlberechtigten Kreisräten waren 96 anwesend, hinzu kamen vier Enthaltungen.
Große Aufmerksamkeit für die Kandidaten
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis verfolgten die Wahl mit großem Interesse. Unter ihnen befanden sich Landtags- und Bundestagsabgeordnete, ehemalige Kreisrätinnen und Kreisräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte und Gemeinden sowie Landräte aus benachbarten Landkreisen.
In seiner Bewerbungsrede betonte Manuel Just, dass er ein Kind des Rhein-Neckar-Kreises und der Kommunalverwaltung sei. Als zentrale Herausforderungen für die Zukunft nannte er die Konsolidierung des Kreishaushalts im Zusammenspiel mit den 54 Kreiskommunen sowie die Digitalisierung. Ziel müsse es sein, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten.
Ein weiteres zentrales Thema sah Just im Klimaschutz. Insbesondere im Bereich der Mobilität könnten aus seiner Sicht Angebote geschaffen werden, die zu einer Reduzierung von CO2 beitragen.
Bildung, Klimaschutz und Zusammenarbeit
Im Bildungsbereich sei der Rhein-Neckar-Kreis bereits gut aufgestellt. Gleichzeitig verwies Just auf das Zitat von Philip Rosenthal, wonach Stillstand Rückschritt bedeute. Er schloss seine Rede mit den Worten, man lebe nicht nur im einwohnerstärksten, sondern auch im liebens- und lebenswertesten Landkreis.
Ralf Frühwirt stellte in seinen Ausführungen einen anderen Führungsansatz heraus. Er verwies auf seine langjährige Erfahrung als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker sowie auf seine berufliche Qualifikation als Erziehungswissenschaftler. Sein Leitgedanke sei, dass gute Führung darin bestehe, Mitarbeitende zum Glänzen zu bringen.
Im Falle seiner Wahl wollte Frühwirt den Menschen stärker zuhören und Verwaltungshandeln transparenter erklären. Zudem hob er hervor, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur dem Klimaschutz diene, sondern auch die Wirtschaftskraft stärke. Klimaschutz nicht zu betreiben, sei aus seiner Sicht die teuerste Variante.
Dank nach der Wahl
Nach der Wahl dankte Manuel Just den Kreisrätinnen und Kreisräten für das aus seiner Sicht große Vertrauen und bot allen eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit an. Ralf Frühwirt gratulierte dem neuen Landrat und bedankte sich ebenfalls für einen fairen Wahlkampf.