Ein rechtswidriges Überholmanöver auf der A659 bei Weinheim führte am Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall. Verletzt wurde niemand, gegen den BMW-Fahrer wird jedoch weiter ermittelt.
Auf der Bundesautobahn 659 kurz hinter dem Autobahnkreuz Weinheim in Fahrtrichtung Mannheim kam es am Freitag, 12. Juni 2026, gegen 13 Uhr zu einem größeren Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim war ein 23-jähriger BMW-Fahrer auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Vor ihm befand sich ein bislang unbekanntes Fahrzeug. Laut Polizei betätigte der BMW-Fahrer mehrfach die Lichthupe, um den vorausfahrenden Wagen zum Fahrstreifenwechsel zu bewegen.
Als das Fahrzeug weiterhin auf der linken Spur blieb, entschied sich der 23-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen zu einem rechtswidrigen Überholmanöver über den rechten Fahrstreifen.
BMW gerät ins Schleudern
Beim anschließenden Wiedereinscheren auf die linke Fahrspur geriet der BMW aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern. Das Fahrzeug kollidierte mit einem Audi, der von einem 68-Jährigen auf dem rechten Fahrstreifen gesteuert wurde und sich zu diesem Zeitpunkt auf etwa gleicher Höhe befand.
Durch den Zusammenstoß wurde der BMW zunächst gegen die Betongleitwand auf der linken Seite geschleudert. Anschließend prallte das Fahrzeug nach rechts gegen die Schutzplanke und kam schließlich quer zur Fahrbahn zwischen den beiden Fahrstreifen zum Stillstand.
Autobahn zeitweise gesperrt
Während der Unfallaufnahme musste die Fahrbahn in Richtung Mannheim kurzzeitig gesperrt werden. Der Verkehr wurde anschließend an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand.
Drogentest positiv
Am BMW entstand laut Polizei ein Schaden von rund 10.000 Euro. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Schaden am Audi wird auf etwa 8.000 Euro geschätzt. Hinzu kommen rund 4.000 Euro Sachschaden an der Betongleitwand und der Schutzplanke.
Der Gesamtschaden beläuft sich damit auf etwa 22.000 Euro.
Während der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem 23-Jährigen Anzeichen eines möglichen Drogenkonsums fest. Ein freiwilliger Drogenvortest verlief positiv. Dem Fahrer wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde sein Führerschein sichergestellt.
Die Autobahnpolizei Mannheim-Seckenheim hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.