St. Leon-Rot: Große Polizeikontrolle auf der A6 – Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts

St. Leon-Rot: Große Polizeikontrolle auf der A6 – Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts

St. Leon-Rot: Große Polizeikontrolle auf der A6 – Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts

Bei einer länderübergreifenden Kontrollaktion auf der Autobahn A6 überprüfte die Polizei zahlreiche Fahrzeuge und Personen. Dabei geriet ein 38-jähriger Autofahrer wegen mutmaßlicher Steuerhehlerei und Geldwäsche ins Visier der Ermittler.

Am vergangenen Donnerstag, 6. März 2026, führten Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim im Zeitraum zwischen 9 Uhr und 17 Uhr eine umfangreiche Kontrollaktion auf der Autobahn A6 bei St. Leon-Rot durch. Die Maßnahme fand im Rahmen einer länderübergreifenden Sicherheitskooperation der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen statt.

An der Fahndungskontrolle zur Bekämpfung von Straftaten waren neben zehn Beamtinnen und Beamten aus Baden-Württemberg auch zwei Einsatzkräfte aus Rheinland-Pfalz sowie drei Beamte aus Hessen beteiligt. Insgesamt kontrollierten die Polizeikräfte 83 Fahrzeuge und 101 Personen.

Mehrere Tausend Euro Bargeld im Fahrzeug entdeckt

Im Verlauf der Kontrollen fiel ein 38-jähriger Autofahrer auf. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten mehrere Tausend Euro Bargeld. Einen nachvollziehbaren Nachweis über die Herkunft des Geldes konnte der Mann nicht vorlegen.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer bereits am 25. Februar 2026 auf der A6 bei St. Leon-Rot kontrolliert worden war. Damals transportierte er in seinem Kleintransporter mehrere Kartons mit insgesamt rund 50.000 Zigaretten ohne Steuerbanderole. Die Zigaretten wurden beschlagnahmt und an das Hauptzollamt Karlsruhe übergeben. Der entstandene Steuerschaden wird auf etwa 11.000 Euro geschätzt.

Gegen den Mann wurde bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhehlerei eingeleitet. Im Zusammenhang mit der aktuellen Kontrolle ermittelt der Verkehrsdienst Heidelberg nun zusätzlich in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Weitere Verstöße festgestellt

Während der Kontrollmaßnahmen stellten die Einsatzkräfte außerdem mehrere weitere Verstöße fest. Dazu gehörten unter anderem Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz. Zudem wurde eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgenommen.

Darüber hinaus registrierten die Beamten mehrere Verstöße im Zusammenhang mit dem Verschaffen eines falschen amtlichen Ausweises sowie fünf Fälle von unerlaubtem Aufenthalt.

Die Polizei kündigte an, auch künftig ähnliche Schwerpunktkontrollen durchzuführen, um grenzüberschreitende Kriminalität sowie Verstöße im Straßenverkehr gezielt zu bekämpfen.