Sinsheim: Zwei nach Messerangriff gesuchte Tatverdächtige in Mönchengladbach festgenommen

Sinsheim: Zwei nach Messerangriff gesuchte Tatverdächtige in Mönchengladbach festgenommen

 

Nach einem lebensgefährlichen Messerangriff Ende Mai in Sinsheim sind zwei flüchtige Tatverdächtige festgenommen worden. Die 27 und 30 Jahre alten Männer wurden in Mönchengladbach aufgespürt und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben, konnten zwei mit Haftbefehl gesuchte Männer im Alter von 27 und 30 Jahren in Mönchengladbach festgenommen werden. Ihnen wird gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich die beiden Beschuldigten gemeinsam mit einem 20-Jährigen in den frühen Morgenstunden des 30. Mai 2026 gegen 4:30 Uhr in der Neulandstraße in Sinsheim an einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem 40-jährigen Mann beteiligt haben.

Opfer erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen

Im Verlauf des Angriffs erlitt der 40-Jährige durch den Einsatz eines Messers eine Stichverletzung im oberen Rückenbereich. Dabei wurden nach Angaben der Ermittlungsbehörden sowohl die Lunge als auch die Leber verletzt. Das Opfer schwebte zunächst in akuter Lebensgefahr und musste intensivmedizinisch in einem Krankenhaus behandelt werden.

Während der 20-jährige Tatverdächtige bereits unmittelbar nach der Tat im Rahmen der Fahndung in Tatortnähe vorläufig festgenommen werden konnte, gelang den beiden mutmaßlichen Mittätern zunächst die Flucht.

Festnahme nach umfangreichen Ermittlungen

Durch umfangreiche verdeckte Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg konnte der Aufenthaltsort der beiden Gesuchten ermittelt werden. Einsatzkräfte der Polizei Nordrhein-Westfalen nahmen die Männer am 1. Juli 2026 in einer Wohnung in Mönchengladbach vorläufig fest.

Am 2. Juli 2026 setzte der Haftrichter des Amtsgerichts Mönchengladbach die bereits bestehenden Haftbefehle gegen beide Beschuldigte in Vollzug. Anschließend wurden sie in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg zu den Hintergründen der Tat sowie zur Beteiligung der Beschuldigten sind noch nicht abgeschlossen.

Hinweis: Gegen Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Zeugen von Gewaltdelikten sollten sich umgehend an die Polizei wenden und keine eigene Gefahr eingehen. Hinweise können für die Aufklärung schwerer Straftaten von entscheidender Bedeutung sein.