Weinheim-Sulzbach: Polizeieinsatz endet mit Schusswaffengebrauch – Mann lebensgefährlich verletzt
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Weinheim-Sulzbach: Polizeieinsatz endet mit Schusswaffengebrauch – Mann lebensgefährlich verletzt

 

Ein Polizeieinsatz wegen einer Bedrohungslage in Weinheim-Sulzbach ist am Donnerstagabend eskaliert. Nachdem ein mit einem Spaten bewaffneter Mann die Einsatzkräfte nach bisherigen Erkenntnissen bedroht und angegriffen haben soll, gab ein Polizeibeamter einen Schuss ab. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat die Ermittlungen übernommen.

Am späten Abend des Donnerstags (6. August 2026) alarmierte eine 39-jährige Frau die Polizei nach Weinheim-Sulzbach. Nach ihren Angaben sei sie von ihrem Ehemann bedroht worden.

Die eingesetzten Polizeibeamten betraten das Wohnhaus und sprachen zunächst mit der Frau, um die Situation zu klären. Währenddessen erschien der 41-jährige serbische Staatsangehörige, der sich zuvor in einen anderen Bereich des Hauses zurückgezogen hatte.

Bedrohung mit Spaten

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll der Mann mit einem Spaten bewaffnet gewesen sein und die Einsatzkräfte bedroht haben. Die Beamten zogen sich gemeinsam mit der Frau unter der anhaltenden Bedrohung aus dem Gebäude auf die Straße zurück.

Mehrfache Aufforderungen, den Spaten niederzulegen, blieben nach Angaben der Ermittlungsbehörden erfolglos. Auch der Einsatz von Pfefferspray zeigte demnach keine Wirkung. Als der 41-Jährige anschließend auf die Polizeibeamten losgegangen sein soll, machte einer der Beamten von seiner Dienstwaffe Gebrauch.

41-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Der Mann wurde im Brust- und Bauchbereich getroffen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er in ein Krankenhaus gebracht, dort operiert und befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung.

Weiterer Zwischenfall am Einsatzort

Während die Polizei den Tatort sicherte, soll der 34-jährige Bruder des Verletzten mit einem Pkw in den abgesperrten Bereich gefahren sein. Dabei wurde nach bisherigen Erkenntnissen ein Polizeibeamter an der Hand verletzt.

Das Fahrzeug konnte unmittelbar gestoppt werden. Der 34-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Ihm wird vorgeworfen, sich gegen die polizeilichen Maßnahmen zur Wehr gesetzt zu haben.

Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Ermittlungen zum polizeilichen Schusswaffengebrauch übernommen. Die weiteren Ermittlungen zu den übrigen Ereignissen führt das Polizeipräsidium Mannheim.

Hinweis: Die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Einsatzes dauern an. Ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war und wie sich das Geschehen im Detail zugetragen hat, wird nun vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim untersucht. Für alle Beteiligten gilt bis zum Abschluss der Ermittlungen und einer möglichen gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung.