Rauenberg: 23-Jähriger soll Familie bedroht und Pflastersteine geworfen haben

Rauenberg: 23-Jähriger soll Familie bedroht und Pflastersteine geworfen haben

 

Nach einem Vorfall am Samstagabend in Rauenberg ermittelt die Polizei gegen einen 23-Jährigen. Der Mann soll einen Angehörigen bedroht, Sachschaden verursacht und einen Pflasterstein geworfen haben.

Ein 35-jähriger Mann verständigte am Samstagabend, 21. Juni 2026, gegen 22.15 Uhr die Polizei, nachdem er nach eigenen Angaben von seinem 23 Jahre alten Stiefsohn bedroht worden war. Der Vorfall ereignete sich in Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 23-Jährige den Mann zunächst über einen Messenger-Dienst bedroht haben. Im weiteren Verlauf erschien er an dessen Wohnanschrift und beschädigte ein Fenster, indem er zwei Pflastersteine dagegen warf.

Pflasterstein knapp verfehlt

Als sich der 35-Jährige daraufhin auf die Straße begab, soll der 23-Jährige auf ihn zugerannt sein und einen weiteren Pflasterstein in seine Richtung geworfen haben. Nach Angaben der Polizei konnte der Mann durch eine Ausweichbewegung einen Treffer verhindern.

Der Tatverdächtige flüchtete anschließend zu Fuß vom Tatort. Dabei ließ er eine Tasche zurück.

Umfangreiche Fahndung eingeleitet

Da aufgrund der ersten Informationen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann im Besitz einer Waffe sein könnte, leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein.

Die zurückgelassene Tasche wurde durchsucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte weder Waffen noch Hinweise darauf, dass der 23-Jährige über eine solche verfügte.

Am folgenden Morgen konnte der Mann nach einem Zeugenhinweis festgenommen werden. Auch bei dieser Kontrolle ergaben sich keine Hinweise auf eine Waffe oder einen anderen gefährlichen Gegenstand.

Festnahme aufgrund offener Haftbefehle

Wie die Polizei weiter mitteilt, bestanden gegen den 23-Jährigen bereits offene Haftbefehle wegen früherer Eigentumsdelikte. Er wurde deshalb in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen werden vom Polizeiposten Mühlhausen geführt und dauern an.

Hinweis: Für Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Bedrohungen und gewalttätige Auseinandersetzungen sollten frühzeitig der Polizei gemeldet werden, um mögliche Eskalationen zu verhindern.