Ein 17-Jähriger ist am Dienstag in Mannheim-Neuostheim mit einem auf rund 47 km/h getunten E-Scooter aufgefallen. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher.
Mannheim. Mit fast 50 km/h statt der für E-Scooter erlaubten 20 km/h ist ein 17-Jähriger am Dienstagvormittag, 11. August 2026, im Mannheimer Stadtteil Neuostheim unterwegs gewesen. Aufgefallen war der Jugendliche einer Motorradstreife des Verkehrsdienstes Mannheim.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim kam der 17-Jährige den Beamten mit hoher Geschwindigkeit auf dem Radweg entlang der Neuostheimer Straße entgegen. Die Polizisten wendeten ihre Motorräder und folgten ihm.
Polizei folgt E-Scooter bis zu einem Gartencenter
Der Jugendliche bog nach bisherigen Erkenntnissen auf einen Feldweg in Richtung Maimarktgelände ab. Auch dort soll er weiterhin deutlich schneller als die zulässigen 20 km/h gefahren sein.
Auf dem Parkplatz eines Gartencenters in der Seckenheimer Landstraße konnte der E-Scooter schließlich gestoppt und der 17-Jährige kontrolliert werden.
Dabei stellte sich laut Polizei heraus, dass der Scooter auf den Namen des Vaters versichert war. Der entsprechende Versicherungsaufkleber war allerdings nicht am Fahrzeug angebracht.
E-Scooter laut Polizei per App auf rund 47 km/h getunt
Im Verlauf der Kontrolle räumte der Jugendliche nach Angaben der Polizei ein, den E-Scooter mithilfe einer App auf eine Geschwindigkeit von rund 47 km/h getunt zu haben.
Durch die technische Veränderung war das Fahrzeug laut Polizei nicht mehr fahrerlaubnisfrei. Zum Führen wäre eine Fahrerlaubnis der Klasse A1 erforderlich gewesen. Eine solche Fahrerlaubnis besaß der 17-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Um die mögliche Höchstgeschwindigkeit des E-Scooters überprüfen zu können, nahm die Polizei das Fahrzeug zunächst in Verwahrung.
Ermittlungen auch gegen den Vater
Gegen den Jugendlichen wird wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Nach Angaben der Polizei muss er zudem mit einer vorübergehenden Fahrerlaubnissperre rechnen.
Auch gegen den Vater laufen Ermittlungen. Dabei geht es laut Polizei um den Verdacht des Ermächtigens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie um einen möglichen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Ermittlungen des Verkehrsdienstes Mannheim dauern an.
Hinweis: Für E-Scooter gelten gesetzliche Vorgaben zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Technische Veränderungen können Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis- und Versicherungspflicht haben. Im vorliegenden Fall prüft der Verkehrsdienst Mannheim die mögliche Höchstgeschwindigkeit des sichergestellten Fahrzeugs.