Mit gezielten Kontrollen in der Mannheimer Innenstadt hat die Polizei die Einhaltung des Konsumcannabisgesetzes überwacht. Dabei wurden mehrere Verstöße festgestellt, ein mutmaßlicher Cannabis-Dealer festgenommen und ein weiterer Drogenverstoß aufgedeckt.
Am Donnerstagnachmittag und -abend kontrollierten Einsatzkräfte des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt gemeinsam mit Mitarbeitenden des Besonderen Ordnungsdienstes (BOD) der Stadt Mannheim die Einhaltung des Konsumcannabisgesetzes. Die Schwerpunktaktion fand zwischen 15 und 21 Uhr in den Mannheimer Innenstadtquadraten statt und diente nach Angaben der Polizei insbesondere dem Kinder- und Jugendschutz sowie der Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung.
Die Kontrollen erfolgten überwiegend in ziviler Kleidung. Hintergrund ist das seit dem 1. März 2024 geltende Konsumcannabisgesetz, das den Besitz und Konsum von Cannabis zwar unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, den Konsum jedoch unter anderem im Umfeld von Minderjährigen, auf Spielplätzen, Schulhöfen sowie tagsüber in Fußgängerzonen untersagt. Große Teile der Mannheimer Innenstadt fallen tagsüber unter dieses Konsumverbot.
Neun Verstöße und Festnahme eines Dealers
Während der Kontrollen stellten Polizei und Ordnungsdienst insgesamt neun Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz fest. In drei Fällen konsumierten Personen Cannabis in unmittelbarer Nähe von Minderjährigen. Darüber hinaus nahmen die Einsatzkräfte einen mutmaßlichen Cannabis-Dealer auf frischer Tat fest.
Zudem wurde ein weiterer Strafverfahren wegen des unerlaubten Besitzes von Kokain eingeleitet. Nach Abschluss der Ermittlungen werden die festgestellten Ordnungswidrigkeiten an die Bußgeldstelle der Stadt Mannheim übergeben. Nach Angaben der Polizei können hierfür Bußgelder zwischen 300 und 1.000 Euro verhängt werden. Die strafrechtlich relevanten Fälle werden der Staatsanwaltschaft Mannheim vorgelegt.