Mannheim-Friedrichsfeld: 95-Jähriger verliert Schmuck im Wert von über 100.000 Euro an falsche Polizeibeamte

Mannheim-Friedrichsfeld: 95-Jähriger verliert Schmuck im Wert von über 100.000 Euro an falsche Polizeibeamte

 

Mit der Betrugsmasche falscher Polizeibeamter haben Unbekannte einen 95 Jahre alten Mann in Mannheim-Friedrichsfeld um Schmuck im Wert eines niedrigen sechsstelligen Betrags gebracht.

Ein 95 Jahre alter Mann ist am Dienstagmittag, 20. Mai 2026, in Mannheim-Friedrichsfeld Opfer von Betrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgaben.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim erhielt der Senior gegen 12 Uhr einen Anruf von einem unbekannten Mann.

Der Anrufer behauptete, Polizeibeamter zu sein, und erklärte dem 95-Jährigen, bei einer Täterfestnahme seien dessen Personalien aufgefunden worden. Zudem lägen Hinweise vor, dass in Kürze Wertgegenstände des Seniors gestohlen werden sollten.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs überzeugte der Täter den Mann davon, seine Wertgegenstände zum angeblichen Schutz an die Polizei zu übergeben.

Schmuck an Haustür übergeben

Aus Angst vor einem Einbruch legte der 95-Jährige verschiedene Schmuckstücke im Wert eines niedrigen sechsstelligen Betrags in eine Tasche.

Anschließend übergab er die Tasche an seiner Haustür an eine weitere bislang unbekannte Person, die sich ebenfalls als Polizeibeamter ausgab.

Erst nach der Übergabe informierten Angehörige des Seniors die echte Polizei.

Die Ermittlungen werden inzwischen von den Spezialistinnen und Spezialisten für Betrugsdelikte der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg geführt.

Polizei warnt erneut vor Betrugsmasche

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung abholen.

Zudem sollten grundsätzlich keine fremden Personen in die Wohnung gelassen und bei Zweifeln immer eigenständig die zuständige Polizeidienststelle kontaktiert werden.

Weitere Informationen zum Schutz vor falschen Polizeibeamten

Die Polizei appelliert insbesondere an Angehörige älterer Menschen, regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen. Täter setzen häufig gezielt auf Angst, Zeitdruck und Verunsicherung.