MANNHEIM: Schüsse aus Schreckschusswaffe lösen Großeinsatz im Quadrat E3 aus
In einem Wohngebäude im Mannheimer Quadrat E3 klagten mehrere Bewohner über Augen- und Atemwegsreizungen. Nach ersten Ermittlungen könnten Schüsse aus einer Schreckschusswaffe die Ursache gewesen sein.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim kam es am Dienstag, 10. März, gegen 11 Uhr zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Quadrat E3 in der Mannheimer Innenstadt. Mehrere Bewohner eines Wohngebäudes meldeten Reizungen der Augen sowie der Atemwege.
Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich zunächst ab und überprüften das Gebäude. Nachdem die Maßnahmen abgeschlossen waren, konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Patronenhülsen im Treppenhaus entdeckt
Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass eine bislang unbekannte Person im Treppenhaus mehrere ungezielte Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben hat. Bei der Nachschau im Gebäude fanden die Einsatzkräfte entsprechende Patronenhülsen.
Mindestens 17 Menschen klagten über körperliche Beschwerden durch Augen- und Atemwegsreizungen. Eine Person musste vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Ob Reizstoffmunition verwendet wurde oder zusätzlich ein Reizstoff im Gebäude versprüht worden ist, wird derzeit noch untersucht.
Das Polizeirevier Mannheim-Innenstadt hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.