Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis: Mehr Straftaten, mehr Unfälle – Polizei legt Jahresbilanz 2025 vor
65.768 Straftaten und 32.876 Verkehrsunfälle: Das Polizeipräsidium Mannheim hat die Kriminal- und Unfallstatistik 2025 vorgestellt. Auffällig sind mehr Internetbetrug und schwere Autobahnunfälle.
Das Polizeipräsidium Mannheim hat am 26. Februar 2026 um 14.00 Uhr die Polizeiliche Kriminalstatistik sowie die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen betreffen den gesamten Zuständigkeitsbereich mit Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis.
Leichter Anstieg der Straftaten – bessere Aufklärungsquote
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 65.768 Straftaten registriert. Das entspricht einer Steigerung von 0,3 Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig verbesserte sich die Aufklärungsquote um 1,4 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent.
Steigende Fallzahlen verzeichnete die Polizei unter anderem bei Körperverletzungsdelikten, häuslicher Gewalt sowie bei Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte. Auch die fortschreitende Digitalisierung spiegelt sich in der Statistik wider: Insbesondere Betrugsstraftaten im Internet nahmen deutlich zu.
Rückgänge gab es dagegen bei Eigentumsdelikten im öffentlichen Raum, darunter bei Raubdelikten. Auch im Bereich der Jugendkriminalität zeigte sich eine positive Entwicklung.
Mehr Verkehrsunfälle und mehr Tote
In der Verkehrsunfallstatistik wurden 32.876 Unfälle erfasst, ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 25 Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben, 2024 waren es 20.
Besonders ins Auge fielen Unfälle am Stauende auf Bundesautobahnen. Insgesamt 84 solcher Unfälle wurden registriert, viele davon mit schweren Folgen. 132 Menschen wurden leicht, 14 schwer und zwei tödlich verletzt. Als Hauptursachen nennt die Polizei mangelnden Sicherheitsabstand und nicht angepasste Geschwindigkeit.
Auch E-Scooter und Pedelecs prägten das Unfallgeschehen. Bei E-Scootern war ein hoher Anteil selbst verschuldeter Unfälle festzustellen, häufig unter Alkoholeinfluss und vor allem bei jungen Erwachsenen. Bei Pedelecs stieg die Zahl der Unfälle um mehr als ein Drittel. Besonders betroffen war die Altersgruppe der Senioren, aus der zwei Personen tödlich verunglückten.
Kein Kind kam 2025 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Dennoch sieht die Polizei weiterhin ein hohes Verletzungsrisiko für junge Verkehrsteilnehmende und setzt auf Präventionsveranstaltungen an Schulen und Kindergärten sowie intensive Kontrollen im Umfeld dieser Einrichtungen.
Weitere Informationen online abrufbar
Detaillierte Zahlen und Hintergrundinformationen stellt das Polizeipräsidium Mannheim in zwei Broschüren zur Verfügung:
Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Verkehrsunfallstatistik 2025