Ketsch: Falscher Bankmitarbeiter richtet Dauerauftrag ein – 72-Jähriger wird Opfer eines Phishingversuchs
Mit Call-Spoofing und Fernzugriff erschleicht sich ein Betrüger Zugriff auf das Konto eines Seniors. Nur durch schnelles Handeln der Bank entsteht kein finanzieller Schaden.
Wie das Polizeipräsidium Mannheim am 25.02.2026 um 16:05 Uhr mitteilte, kam es am Montagnachmittag gegen 15:30 Uhr in Ketsch zu einem Phishingversuch durch einen falschen Bankmitarbeiter.
Ein 72-jähriger Mann erhielt einen Anruf auf seinem Festnetztelefon. Auf dem Display wurde mittels sogenanntem Call-Spoofing die korrekte Telefonnummer seiner Bankfiliale angezeigt, weshalb der Senior keinen Verdacht schöpfte. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter der Betrugsabteilung aus und behauptete, eine verdächtige Überweisung vom Konto des 72-Jährigen festgestellt zu haben.
Unter dem Vorwand, die angebliche Überweisung stornieren zu müssen, verschaffte sich der Täter Fernzugriff auf den Computer des Geschädigten. In diesem Zusammenhang autorisierte der Senior unter anderem die Einrichtung eines Dauerauftrags zugunsten eines fremden Kontos.
Am Folgetag kontaktierte der 72-Jährige seine Hausbank. Eine Bankmitarbeiterin erkannte den Betrug und konnte den eingerichteten Dauerauftrag rechtzeitig stornieren, sodass letztlich kein finanzieller Schaden entstand.
So schützen Sie sich vor Phishing und Call-Spoofing
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Hinweise:
- Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per Telefon, E-Mail oder Post an.
- Gewähren Sie niemals fremden Personen Fernzugriff auf Ihren Computer.
- Übermitteln Sie keine sensiblen Daten wie Passwörter oder TAN-Nummern an Dritte.
- Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und kontaktieren Sie Ihre Bank unter der Ihnen bekannten offiziellen Telefonnummer.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen.
- Achten Sie bei Online-Banking auf eine gesicherte Verbindung (https:// und Schloss-Symbol im Browser).