In einer Bankfiliale in Hockenheim haben Unbekannte versucht, einen Geldautomaten zu manipulieren. Die Täter gingen jedoch leer aus. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche „Cash Trapping“.
Das Polizeirevier Hockenheim ermittelt nach einem versuchten Diebstahl an einem Geldautomaten in einer Bankfiliale in der Unteren Hauptstraße. Nach Angaben der Polizei kam dabei die als „Cash Trapping“ bekannte Methode zum Einsatz.
Bei dieser Betrugsmasche manipulieren Täter den Geldausgabeschacht eines Automaten. Hierzu werden beispielsweise spezielle Verblendungen oder Klebefolien angebracht, die verhindern sollen, dass ausgegebenes Bargeld den Kunden erreicht.
Für die Bankkunden entsteht dadurch der Eindruck, der Automat habe kein Geld ausgegeben oder sei defekt. Die Scheine bleiben jedoch im manipulierten Ausgabeschacht zurück und werden später von den Tätern entnommen.
Automat erkannte den Manipulationsversuch
Im aktuellen Fall bemerkte der Geldautomat offenbar einen Fehler beim Geldausgabevorgang und stellte den Betrieb unmittelbar ein.
Dadurch scheiterte der Versuch, Bargeld zurückzuhalten. Die unbekannten Täter konnten keine Beute machen.
Die Polizei stellte eine am Geldausgabefach angebrachte Aluminiumschiene sicher. Die kriminaltechnische Untersuchung der sichergestellten Spurenträger übernimmt die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg.
Polizei gibt Sicherheitstipps
Die Ermittler empfehlen Bankkunden, aufmerksam zu sein, wenn ein Geldautomat trotz Buchungsvorgangs kein Bargeld ausgibt und keine Fehlermeldung auf dem Bildschirm erscheint.
Vor einer Geldabhebung sollte der Ausgabeschacht auf auffällige Veränderungen oder Anbauten überprüft werden. Zudem rät die Polizei, sich am Automaten nicht von fremden Personen ablenken zu lassen.
Wer den Verdacht einer Manipulation hat, sollte die Bank sowie die Polizei umgehend informieren und möglichst vor Ort bleiben.
Die Ermittlungen zu den bislang unbekannten Tätern dauern an.