Ermittler haben in Karlsruhe-Knielingen die Wohnung eines 46-Jährigen durchsucht. Er soll Waffen hergestellt und über das Darknet vertrieben haben.
Karlsruhe. Nach Ermittlungen wegen des Verdachts der Herstellung und des Handels mit Waffen sitzt ein 46 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe soll der türkische Staatsangehörige in der Vergangenheit mehrfach Waffen hergestellt und über das Darknet vertrieben haben.
Auf Grundlage der vorausgegangenen Ermittlungen der Kriminalpolizei Karlsruhe vollstreckten Polizeibeamte am frühen Dienstagmorgen, 11. August 2026, einen zuvor erwirkten Durchsuchungsbeschluss in der Wohnung des Beschuldigten im Karlsruher Stadtteil Knielingen. Dabei wurden auch Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen.
Vier 3D-Drucker beschlagnahmt
Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler nach eigenen Angaben zahlreiche Datenträger sowie technisches Zubehör sicher, das zur Herstellung von Waffen verwendet worden sein soll.
Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten vier 3D-Drucker. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass diese zur Waffenherstellung genutzt wurden. Außerdem wurden 588 Gramm Cannabis sichergestellt.
Haftrichter ordnet Untersuchungshaft an
Am Mittwoch, 12. August 2026, wurde der 46-Jährige einem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen Haftbefehl und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.
Die gegen den Mann erhobenen Vorwürfe sind Gegenstand des laufenden Ermittlungsverfahrens. Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor.
Hinweis: Untersuchungshaft ist keine Vorverurteilung. Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Kriminalpolizei Karlsruhe geführt.