Ein älteres Ehepaar ist am Freitagabend, 3. Juli 2026, in Karlsruhe Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die Täter erbeuteten Bargeld, Schmuck und weitere Wertgegenstände im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Karlsruhe erhielt das Ehepaar gegen 17:30 Uhr einen Anruf von einem bislang unbekannten Mann. Dieser gab sich als Mitarbeiter eines Amtsgerichts aus und behauptete, die Tochter der Senioren habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Inhaftierung abzuwenden, müsse kurzfristig eine hohe Kaution hinterlegt werden.
Die Eheleute glaubten den Schilderungen und übergaben gegen 18:10 Uhr vor ihrem Wohnhaus in der Baischstraße eine Tasche mit Bargeld, Schmuck und weiteren Wertgegenständen an einen unbekannten Abholer. Der Gesamtwert der Beute beläuft sich nach Angaben der Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro.
Tatverdächtiger flüchtete zu Fuß
Der Geldabholer entfernte sich anschließend zu Fuß in Richtung Stephanienstraße. Laut Polizei handelt es sich um einen korpulenten Mann mit südländischem Erscheinungsbild und dunklem Vollbart.
Die Ermittlungen werden vom Betrugsdezernat der Kriminalpolizei Karlsruhe geführt. Die Beamten prüfen nun den genauen Tatablauf und mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Betrugsfällen.
Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise
Zeugen, die den beschriebenen Mann gesehen haben oder am Freitagabend verdächtige Beobachtungen im Bereich der Baischstraße und Stephanienstraße gemacht haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter der Telefonnummer 0721 666 5555 zu melden.
Auch Anwohner, deren Überwachungskameras möglicherweise verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgezeichnet haben, werden gebeten, ihre Aufnahmen überprüfen zu lassen und sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.